Fußball-Nationalspieler Özil verwundert über Image als "Deutsch-Türke"

Mesut Özil fühlt sich ungerecht behandelt. Der Nationalspieler wundert sich, dass er immer noch als "Deutsch-Türke" bezeichnet wird.
Nationalspieler Özil: "Bete während der Hymne"

Nationalspieler Özil: "Bete während der Hymne"

Foto: AP/dpa

Hamburg - Mesut Özil hat sich in der "Sport Bild" über sein aus seiner Sicht falsches Image in der deutschen Öffentlichkeit beschwert. Demnach ist Özil erstaunt, dass er auch noch vor seinem 63. Länderspiel für die DFB-Elf als "Deutsch-Türke" gesehen werde.

Bei seinen Nationalmannschaftskollegen sei dies anders. "Nur ich werde so bezeichnet. Bei Sami Khedira sagt keiner 'der Deutsch-Tunesier' oder bei Lukas Podolski und Miroslav Klose 'der Deutsch-Pole'", so Özil.

Dass er vor Länderspielen die Nationalhymne nicht mitsingt, will der Sohn türkischer Einwanderer nicht missverstanden wissen. "In diesem Moment konzentriere ich mich auf das Spiel. Und ich bete während der Hymne, für Glück und Gesundheit", sagte der 26-Jährige.

Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff hatte Özil kürzlich zusammen mit Khedira, Ilkay Gündogan und Shkodran Mustafi als "Musterbeispiel der Integration" bezeichnet.

Der Arsenal-Star trifft mit der deutschen Nationalmannschaft in Kaiserslautern am Abend auf Australien (Mittwoch, 20.30 Uhr, Liveticker, SPIEGEL ONLINE; TV: ZDF).

bam/sid