Millionentransfer Chelsea angelt sich Schewtschenko

Lange war es ein heißes Gerücht, jetzt ist es offiziell. Der englische Meister FC Chelsea hat Andrej Schewtschenko vom AC Mailand verpflichtet. Der Club des Trainers José Mourinho hat sich die Dienste des ukrainischen Stürmerstars eine hohe Summe kosten lassen.


London - "Ich bin zum FC Chelsea gegangen, weil ich unbedingt in der Premier League spielen möchte. Diese Erfahrung hat mir bislang noch gefehlt", sagte Schewtschenko nach seiner Vertragsunterzeichnung bei den Briten. Der 29-Jährige wird in den kommenden vier Jahren für den englischen Meister auf Torejagd gehen und dafür umgerechnet 36 Millionen Euro erhalten.

Stürmer Schewtschenko: "Perfekter Zeitpunkt"
REUTERS

Stürmer Schewtschenko: "Perfekter Zeitpunkt"

Schewtschenko, der noch bis zum Jahr 2009 in Mailand unter Vertrag steht, hatte in der vergangenen Woche erklärt, den AC Mailand "aus familiären Gründen" verlassen zu wollen. Laut Zeitungsberichten soll Schewtschenkos Frau auf einen Umzug gedrängt haben, damit der gemeinsame Sohn in London aufwächst. 

Die Ablösesumme für den Nationalspieler wird auf mindestens 50 Millionen Euro geschätzt. Die bisherige Rekord-Ablösesumme im britischen Fußball steht bei rund 45 Millionen Euro. Diese Summe zahlte Manchester United im Jahr 2002 an Leeds United für den Transfer von Innenverteidiger Rio Ferdinand.

Der Ukrainer ist nach dem Niederländer Salomon Kalou von Feyenoord Rotterdam, dem deutschen Nationalmannschafts-Kapitän Michael Ballack von Bayern München und Torhüter Henrique Hilario von Nacional Madeira (Portugal) der vierte Neuzugang beim Club des russischen Milliardärs Roman Abramowitsch. In London muss sich Schewtschenko gegen Sturmkonkurrenten wie Didier Drogba (Elfenbeinküste), Hernan Crespo (Argentinien) und den Isländer Eidur Smari Gudjohnsen durchsetzen.

Eine Herausforderung, der sich der Stürmer gerne stellt: "Ich denke, es war der richtige Zeitpunkt für einen Wechsel. Ich komme in ein perfektes Team", sagte Schewtschenko. "Unser Ziel für die Saison sollte der Gewinn der Champions League sein", so ein angriffslustiger Schewtschenko.

mig/ap/sid



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