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Montpellier holt den Titel: Bengalische Feuer, Tennisbälle, Meisterschaft

Foto: Thibault Camus/ AP

Montpellier-Sieg gegen Auxerre Fan-Randale stört Meisterspiel in Frankreich

Der HSC Montpellier ist zum ersten Mal französischer Meister - das Saisonfinale gegen Auxerre fand aber unter skandalösen Zuständen statt. Fans warfen bengalische Feuer, Tennisbälle und Klorollen auf das Feld. Die Partie musste mehrfach unterbrochen werden, die Polizei räumte einen ganzen Tribünenteil.

Hamburg - Der HSC Montpellier hat sich unter skandalösen Umständen erstmals zum französischen Meister gekrönt. Am letzten Spieltag der Ligue 1 gewann das Überraschungsteam 2:1 (1:1) beim AJ Auxerre und hielt nach einem wegen Zuschauer-Ausschreitungen mehrfach unterbrochenem Spiel mit 82 Punkten den Verfolger Paris St. Germain (79) auf Distanz. Das Team aus der Hauptstadt gewann beim FC Lorient 2:1 (1:1).

Das Spiel in Auxerre stand mehrfach kurz vor dem Abbruch. Im Stade de l'Abbé-Deschamps musste Schiedsrichter Said Ennjimi die Begegnung kurz nach der Halbzeitpause erstmals unterbrechen, nachdem aus dem Ultra-Block der Gastgeber Bengalische Feuer auf das Spielfeld geworfen worden waren.

Weitere Brandsätze provozierten in der 80. Minute eine zweite Unterbrechung. Die Polizei stürmte daraufhin den Block der Auxerre-Anhänger. Bereits zuvor hatten Anhänger Tennisbälle und Klorollen auf das Feld geworfen, was ein ordnungsgemäßes Fußballspiel verhindert hatte. Auch die Partie in Lorient musste in der ersten Halbzeit kurz unterbrochen werden, nachdem Feuerwerkskörper aufs Feld geflogen waren.

Auxerre, Dijon FCO und SM Caen steigen ab

Matchwinner für Montpellier war John Utaka, der beide Tore erzielte (32. und 86.). Paris drehte das Spiel dank der Tore von Javier Pastore (61.) und Thiago Motta (76.). Meister und "Vize" sicherten sich damit die direkte Qualifikation für die Champions League.

Der OSC Lille, Meister und Pokalsieger der vergangenen Saison, musste sich dagegen mit dem dritten Platz und somit der Qualifikation für die Königklasse begnügen. Neben dem viertplatzierten Club Olympique Lyon geht auch Ligapokal-Sieger Olympique Marseille in der kommenden Saison in der Europa League an den Start. Auxerre, Dijon FCO und SM Caen sind abgestiegen.

jar/sid/dpa