Münchner Heimpleiten Blamierte Weltmeister und Bayern 07

Das 2:5 gegen Werder Bremen: Ausrutscher oder böses Vorzeichen? SPIEGEL ONLINE analysiert die höchsten Heimniederlagen des FC Bayern in der Bundesliga. Zufall waren die bitteren Pleiten fast nie, sondern meistens ein deutliches Zeichen dafür, dass dem Club die Stabilität fehlte.

Von Jörg Schallenberg


Uli Hoeneß saß auf der Bank in der Allianz Arena und konnte es nicht fassen. Der Bayern-Manager schaute auf seine Armbanduhr, missmutig, so als wolle er andeuten: "Wie lange muss ich das noch ertragen?"

Auf dem Rasen ließen sich seine Bayern von Werder Bremen vorführen, nach 90 Minuten stand es 2:5, es war die höchste Heimniederlage seit über zwölf Jahren. Nimmt man die Anzahl der Gegentore als Maßstab, ist es sogar fast 33 Jahre her, dass die Münchner eine ähnliche Schlappe kassierten. In der Saison 1975/76 konnten selbst Franz Beckenbauer und Gerd Müller das 2:5 gegen den 1. FC Kaiserslautern nicht verhindern.

Tatsächlich wollte Hoeneß nach dem Schlusspfiff gegen Bremen nur eines: das Stadion verlassen, schnell weg. Im Gegensatz zu Trainer Jürgen Klinsmann gab der 56-Jährige lieber keine Kommentare zum Spiel ab. Für die Bayern-Profis war dies wahrscheinlich besser so. Der Frust war Hoeneß deutlich anzusehen, und seine Wutreden sind nach wie vor gefürchtet.

Dabei war es für Hoeneß nicht die erste peinliche Heimniederlage als Bayern-Manager. So musste er zum Beispiel 1991 ein 1:4 gegen die Stuttgarter Kickers hinnehmen. Noch schlimmer erwischte es ihn, als er selbst noch als Profi auf dem Rasen stand. 1976 verloren die Münchner 0:7 gegen Schalke 04. Hoeneß spielte damals 90 Minuten lang durch.

SPIEGEL ONLINE lässt die legendärsten Heimschlappen des deutschen Rekordmeisters noch einmal Revue passieren.

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