Nach 0:6-Blamage Bernd Schuster tritt kurz vor Saisonende zurück

Der spanische Zweitligist Deportivo Xerez und Trainer Bernd Schuster gehen getrennte Wege. Nach der höchsten Niederlage seiner dreijährigen Amtszeit löste der "blonde Engel" seinen Vertrag drei Spieltage vor Ende der Spielzeit auf.


Bernd Schuster: "Viele unterschiedliche Standpunkte"
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Bernd Schuster: "Viele unterschiedliche Standpunkte"

Jerez de la Frontera - Nach übereinstimmenden spanischen Medienberichten einigte sich Schuster mit dem umstrittenen Präsidenten Jose Maria Gil Silgado am Donnerstag auf eine vorzeitige Vertragsauflösung und steht seiner Mannschaft ab sofort nicht mehr zur Verfügung.

Bei AS Almeria hatte seine Mannschaft zuletzt sang- und klanglos mit 0:6 verloren und fiel in der Tabelle vom fünften auf den sechsten Rang zurück. Drei Runden vor dem Saisonende hat Xerez keine Chancen mehr auf den Aufstieg in die Primera Division.

Wegen der anhaltenden Finanzprobleme des Clubs hatte Schuster seit Ende vorigen Jahres gedroht, sein Amt niederzulegen. Der Vereinspräsident erklärte vor drei Wochen zwar seine Absicht, sich von dem prominenten Trainer zu trennen. Er wollte Schuster jedoch nicht entlassen, da der Club die auf 660.000 Euro bezifferte Abfindung nicht zahlen konnte.

Schuster, der als Profi in Spanien für den FC Barcelona, Real und Atlético Madrid gespielt hatte, machte sich durch seine Arbeit bei CD Xerez auch als Trainer einen Namen und wird jetzt mit den Erstligisten Saragossa und Malage in Verbindung gebracht. Sein Nachfolger bei Xerez wurde der bisherige Assistent Manolo Ruiz.



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