Nach Ausschreitungen 1. FC Köln bittet Fans zur Kasse

Der 1. FC Köln will Geld von seinen Fans: Der Zweitligist stellt Regressforderungen an mehrere Beschuldigte. Dabei geht es auch um den versuchten Platzsturm nach dem Spiel gegen Bayern München im Mai 2012.

Köln-Anhänger: Im Spiel gegen Bayern Rauchbomben gezündet
DPA

Köln-Anhänger: Im Spiel gegen Bayern Rauchbomben gezündet


Hamburg - Der versuchte Platzsturm einiger Kölner Fans nach dem Spiel gegen den FC Bayern München am 5. Mai 2012 kann die Anhänger teuer zu stehen kommen. Der 1. FC Köln will die Personen für den Vorfall zahlen lassen. Außerdem bittet der Verein Anhänger für den Einsatz von Pyrotechnik beim Spiel in Duisburg am 22. April 2013 zur Kasse. Die betreffenden Personen sollen noch in dieser Woche angeschrieben werden.

Kölner Medien spekulieren, dass die fünf Fans, die nach dem Bayern-Spiel den Platz gestürmt hatten, jeweils 35.000 Euro zahlen sollen. Der Club gab lediglich bekannt, dass sich die Schadensersatzforderung je nach Vergehen im Falle des Duisburg-Spiels im vier- und im Falle des München-Spiels im fünfstelligen Bereich bewegen soll. Die Schadenssummen wurden je nach Fall und Vorwurf nun in Teilen auf die Beschuldigten umgelegt.

Kölner Fans hatten im letzten Bundesliga-Heimspiel gegen Bayern München am 5. Mai 2012 kurz vor dem Abpfiff Rauchpulver auf der Tribüne entzündet. Nach Abpfiff waren einige Kölner Anhänger zudem aufs Spielfeld gestürmt - für das DFB-Sportgericht ein klarer Fall von "unsportlichem Verhalten". Es verhängte daraufhin (Geld-)Strafen.

Köln musste in seinem ersten Saisonheimspiel der vergangenen Saison gegen den SV Sandhausen auf einen Teil seines Publikums verzichten. Der Verein durfte nur 22.500 Karten an eigene Anhänger und maximal 5000 Tickets an Gästefans verkaufen. Darüber hinaus wurde eine Geldstrafe in Höhe von 40.000 Euro verhängt. Weitere 40.000 Euro mussten für Sozialprojekte zur Gewaltprävention aufgewendet werden.

chp/sid



insgesamt 22 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Klausi 15.08.2013
1. ole
richtig so. hoffentlich besteht die Forderung auch vor Gericht.
ernstl1704 15.08.2013
2. Bravo
Fussballveranstatlungen sind keine rechtsfreien Räume. Wenn diese Forderunge mal gerichtsfest eingetrieben sein sollten, wird sich mancher überlegen ob er für ein bisschen "Spass" 4-5stellige Beträge riskiert.
Wichlinghauser 15.08.2013
3. Netter Versuch ...
Er wird nur wahrscheinlich daran scheitern, dass bei diesen Hochkantvollpfosten kein Cent zu holen sein wird.
lestat1804 15.08.2013
4. gutes Zeichen
Endlich setzt der erste Verein mal ein vernünftiges Zeichen gegen die ganzen Chaoten! Mein Sohn will mit mir nicht mehr ins Stadion, weil er Angst vor den Typen hat! Sollte sich Hansa Rostock auch mal überlegen, denn kann ich mit meinem Sohn vielleicht mal wieder ein Heimspiel sehen!!!
alex12 15.08.2013
5. Hat Hansa ...
Zitat von lestat1804Endlich setzt der erste Verein mal ein vernünftiges Zeichen gegen die ganzen Chaoten! Mein Sohn will mit mir nicht mehr ins Stadion, weil er Angst vor den Typen hat! Sollte sich Hansa Rostock auch mal überlegen, denn kann ich mit meinem Sohn vielleicht mal wieder ein Heimspiel sehen!!!
... schon einmal durchgesetzt, damals mussten zwei flitzer je 10.000€ strafe zahlen. Das wurde auch von einem Gericht bestätigt. Das Problem ist nur ob das abschreckt wenn die betroffenen eh Hartz 4 beziehen oder Insolvent sind! Man überlege mal ob einen eine Geldstrafe angst machen würde wenn man weiß man kann sie sowieso nie bezahlen!
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.