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Straßenschlacht: Randale in Rostock

Foto: Z1017 Bernd Wüstneck/ dpa

Nach Niederlage gegen St. Pauli Hansa-Fans liefern sich Straßenschlacht mit Polizei

Randale in Rostock: Nach der Heimniederlage gegen den Erzrivalen FC St. Pauli kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Hansa-Fans und der Polizei. Steine flogen, Wasserwerfer waren im Einsatz. Auch Pauli-Anhänger hatten zuvor randaliert.

Rostock - "Rivalität, ja. Gewalt, nein" hatte man noch zu Beginn der Partie FC Hansa Rostock gegen den FC St. Pauli auf einem Banner im Hansa-Block gelesen. Doch der gute Wille reichte nicht aus. Die brisante Zweitliga-Begegnung endete mit einer Straßenschlacht in der Hansestadt.

Wie die Polizei in Rostock berichtete, war es bereits kurz nach der Ankunft der St. Pauli-Fans gegen 18.15 Uhr am Montagabend auf dem Weg zum Stadion zu den ersten Ausschreitungen gekommen. Einige sogenannte Fans hatten trotz eines Großaufgebots der Polizei mit rund 1500 Einsatzkräften Flaschen und Feuerwerkskörper auf Anhänger von Hansa Rostock geworfen.

Im weiteren Verlauf des Abends kam es dann immer wieder zu kleineren Auseinandersetzungen zwischen Anhängern der rivalisierenden Zweitligisten. Schon nach der Führung der Hamburger wurden im St.-Pauli-Block Feuerwerkskörper abgebrannt. Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer unterbrach die Partie für drei Minuten.

Provokation auf dem Platz

Doch auch einige Spieler verhielten sich nicht eben mustergültig. Deniz Naki provozierte Hansa-Fans, als er nach seinem Tor zum 2:0 mit dem Finger eine Geste des Kehledurchschneidens zeigte. Mathias Hain soll auf dem Weg in die Kabine eine Tür beschädigt und seine Wut über die randalierenden Fans herausgeschrien haben.

Nach dem Abpfiff kam es dann zu schweren Auseinandersetzungen zwischen randalierenden Fußballfans und der Polizei. Als etwa 500 Fans von Hansa Rostock eine Sperre durchbrechen wollten, setzte die Polizei Wasserwerfer ein. Steine flogen.

Knapp zwei Dutzend "Fans" von Hansa Rostock wurden laut Polizei im Laufe des Abends in Polizeigewahrsam genommen. Ihnen werde Landfriedensbruch vorgeworfen. 27 Polizisten seien leicht verletzt worden. Meldungen über verletzte Randalierer lagen zunächst nicht vor.

Erst zwei Stunden nach Spielende beruhigte sich die Lage, die zwei Sonderzüge mit rund 1400 St.-Pauli-Fans verließen die Hansestadt. Das Spiel endete mit einer 0:2-Niederlage für die Rostocker. Bereits bei den Spielen beider Mannschaften in der vergangenen Saison war es zu schweren Ausschreitungen gekommen.

ala/dpa
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