+++ Fußball-Transferticker +++ Leverkusen holt U21-Nationalspieler Amiri aus Hoffenheim

Bayer Leverkusen verpflichtet den nächsten Hoffenheimer Leistungsträger. Derweil verlängert Werder Bremens Erfolgsgarant seinen Vertrag - und Manchester City sucht einen Nachfolger für Leroy Sané.

Nadiem Amiri wechselt nach Leverkusen
Alessandro Sabattini Getty Images

Nadiem Amiri wechselt nach Leverkusen


VERTRAG VERLÄNGERT

Kohfeldt bleibt bis 2023 in Bremen

Trainer Florian Kohfeldt hat seinen Vertrag mit Werder Bremen vorzeitig bis 2023 verlängert. Das gab der Verein am Dienstag in seinem Trainingslager im bayerischen Grassau bekannt. Kohfeldt ist seit Dezember 2017 Cheftrainer der Bremer und war ursprünglich noch bis 2021 an den Klub gebunden. 2018 wurde er vom DFB zum "Trainer des Jahres" gewählt. In der vergangenen Saison führte er Werder ins Halbfinale des DFB-Pokals und auf Platz acht der Fußball-Bundesliga.

"Florian und sein Trainerteam haben in den vergangenen Monaten hervorragende Arbeit geleistet", wurde Sportchef Frank Baumann in einer Mitteilung von Werder Bremen zitiert. Seit Kohfeldt Trainer ist, sei "eine deutliche Entwicklung in der Mannschaft zu erkennen", sagte Baumann, Kohfeldt habe "einen Spielstil geprägt, der für attraktiven und offensiven Fußball steht".

(FAST) BESCHLOSSENE SACHE

Amiri geht zu Bayer Leverkusen

Bundesligist Bayer Leverkusenhat sich mit der TSG Hoffenheim auf einen Transfer von Mittelfeldspieler Nadiem Amiri geeinigt. Das 22 Jahre alte Toptalent unterschrieb in Leverkusen einen Vertrag bis 2024, wie der Bundesligist mitteilte. Die Ablösesumme soll laut "Bild"-Zeitung bei rund elf Millionen Euro liegen.

Amiri hatte diesen Sommer mit der deutschen U21-Auswahl bei der Europameisterschaft Silber geholt. Mit ihm verliert der neue TSG-Trainer Alfred Schreuder einen weiteren Leistungsträger. Zuvor hatten die Hoffenheimer bereits Stürmer Joelinton (Newcastle United/gut 40 Millionen Euro Ablöse), Nico Schulz (Borussia Dortmund/etwa 25 Millionen Euro) und Kerem Demirbay(ebenfalls Bayer Leverkusen/etwa 32 Millionen Euro) verkauft.

"Hinti-Army" wieder in Frankfurt

Der Wechsel bahnte sich seit Wochen an, nun steht er kurz vor dem Abschluss: Verteidiger Martin Hinteregger vom FC Augsburg absolviert den Medizincheck bei Eintracht Frankfurt. Beide Vereine seien sich "über die Wechselmodalitäten" weitgehend einig, hieß es in einer Mitteilung der Eintracht, "es sind nur noch Details zu klären."

Hinteregger sei von Augsburg vom Training freigestellt worden, um in Frankfurt den obligatorischen Medizincheck zu absolvieren. Der Innenverteidiger war in der vergangenen Rückrunde an Frankfurt ausgeliehen, erreichte dort das Halbfinale der Europa League und wurde zum Publikumsliebling. Frankfurt-Fans widmeten ihm den "Hinti-Army"-Song. Die Eintracht wollte den 26-Jährigen anschließend gerne fest verpflichten, die zwischenzeitlich geforderte Ablösesumme von 15 Millionen Euro war dem Klub allerdings zu hoch.

Martin Hinteregger ist zurück in Frankfurt
Silas Stein / DPA

Martin Hinteregger ist zurück in Frankfurt

Roger Schmidt überraschend gefeuert

Roger Schmidt ist nicht mehr Trainer des chinesischen Klubs Beijing Guoan. Dies berichten übereinstimmend chinesische Medien und der "Kicker". Schmidt hatte in der Vorsaison die Qualifikation für die Champions League geschafft und den Pokal gewonnen. Aktuell liegt Verein mit vier Punkten Rückstand auf Tabellenplatz drei.

Grund für die Entlassung soll nach Informationen des "Kicker" sein, dass Schmidt seinen noch bis Ende des Jahres laufenden Vertrag in China nicht verlängern wollte. Auch sollen Trainer und Klubführung unterschiedlicher Ansicht darüber gewesen sein, wie im Titelkampf auf die Verletzung des Torjägers Jonathan Vieira reagiert werden solle.

Nachfolger Schmidts soll der Franzose Bruno Genesio (zuletzt bei Olympique Lyon) werden.

Donadoni geht nach China

Schmidt geht, Donadoni kommt. Der frühere italienische Nationaltrainer Roberto Donadoni ist neuer Coach des chinesischen Erstligisten FC Shenzhen. Das teilte der abstiegsbedrohte Klub mit. Zehn Spieltage vor Saisonende liegt Aufsteiger Shenzhen auf dem vorletzten Tabellenplatz. Der 55-Jährige war zuletzt von Oktober 2015 bis Mai 2018 als Trainer des FC Bologna tätig gewesen.

2006 hatte der frühere Mittelfeldstar der AC Mailand das Traineramt beim damaligen Weltmeister Italien übernommen. Bei der EM 2008 scheiterte die Squadra Azzurra im Viertelfinale am späteren Titelträger Spanien. Kurz darauf wurde Donadoni entlassen.

Der Nächste für PSG

Trainer Thomas Tuchel kann in Zukunft beim französischen Fußballmeister Paris Saint-Germain auf den senegalesischen Mittelfeldspieler Idrissa Gueye vom FC Everton bauen. Am Vormittag verkündeten PSG und der Klub aus Liverpool den Transfer. Der 29-Jährige erhält einen Vierjahresvertrag. Die Ablösesumme soll laut Medienberichten bei 32 Millionen Euro liegen. Zuvor hatte sich PSG mit dem Ex-Dortmunder Abdou Diallo, Mitchel Bakker, Marcin Bulka, Ander Herrera und Pablo Sarabia verstärkt.

GERÜCHTE

Manchester City schaut sich bereits nach Sané-Ersatz um

Manchester City soll in Gesprächen mit einem möglichen Ersatz für Leroy Sané sein. Der englische Meister habe bereits die Berater des spanischen Offensiv-Jungstars Mikel Oyarzabal von Real Sociedad San Sebastián kontaktiert und sondiert, berichtete die spanische Zeitung "AS". Der Klub von Trainer Pep Guardiola sei bereit, die im Vertrag des 22 Jahre alten U-21-Europameisters festgeschriebene Ablösesumme von 75 Millionen Euro zu bezahlen. Der Vertrag von Oyarzabal läuft noch bis Juni 2024.

Mikel Oyarzabal wird als Nachfolger von Leroy Sané gehandelt
Manu Fernandez/DPA

Mikel Oyarzabal wird als Nachfolger von Leroy Sané gehandelt

Der Profi solle als Ersatz von Sané verpflichtet werden, so "AS". Um den deutschen Nationalspieler bemüht sich der FC Bayern München. Zuletzt hatte sich Bayern-Trainer Niko Kovac "zuversichtlich" gezeigt, dass Sané nach München wechselt.

Der schnelle und trickreiche Linksaußen Oyarzabal ist sehr torgefährlich. In 151 Pflichtspielen für San Sebastián erzielte der Baske 38 Treffer. In seinem zweiten A-Länderspiel für "La Roja" traf er in der Qualifikation zur EM-Endrunde 2020 gegen Schweden am 10. Juni zum 3:0-Endstand.

Rudy wohl zurück nach Hoffenheim

Nach einem enttäuschenden Jahr will Sebastian Rudy den FC Schalke 04 offenbar wieder verlassen. Laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung steht eine Rückkehr zu Ex-Klub TSG Hoffenheim bevor. Demnach haben sich die beiden Vereine bereits geeinigt, es seien nur die Details eines Leihgeschäfts zu klären. Die Schalker, die sich derzeit im Trainingslager in Österreich befinden, wollten die Personalie am Dienstag nicht kommentieren.

Rudy spielte bereits von 2010 bis 2017 in Hoffenheim. 2018 wechselte der 29-Jährige nach einem Jahr beim FC Bayern zu Schalke, wo er 21 Bundesligaspiele absolvierte, die hohen Erwartungen aber nicht erfüllen konnte. Für Hoffenheim stand der Mittelfeldspieler in der Bundesliga in 212 Partien auf dem Feld. Sein Vertrag in Gelsenkirchen läuft noch bis zum 30. Juni 2022.

Henrichs entscheidet sich angeblich für Bremen

Der deutsche U21-Nationalspieler Benjamin Henrichs von der AS Monaco hat sich nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung grundsätzlich für einen Wechsel zu Werder Bremen entschieden. Die Bremer wollen den 22 Jahre alten Außenverteidiger demnach für zwei Jahre ausleihen und sollen sich mit ihm über alle relevanten Vertragsdetails geeinigt haben.

Nach Informationen der "Bild" und auch des TV-Senders "Sky" will Monaco den deutschen Verteidiger allerdings nicht ausleihen, sondern wenn überhaupt nur für eine Ablösesumme von mehr als 20 Millionen Euro verkaufen. Einen solchen Preis will Werder für Henrichs allerdings nicht zahlen. Angeblich sollen auch RB Leipzig und der FC Bayern am 22-Jährigen interessiert gewesen sein.

Bayern-Schreck verlässt Heidenheim Richtung England

Premier-League-Absteiger Cardiff City steht unmittelbar vor der Verpflichtung von Angreifer Robert Glatzel vom Zweitligisten 1. FC Heidenheim. Laut der BBC absolvierte der Stürmer bereits den Medizincheck beim walisischen Klub. Der 25-Jährige soll sechs Millionen Euro kosten. Für großes Aufsehen hatte Glatzel im April gesorgt, als er im Viertelfinale des DFB-Pokals drei Tore gegen den FC Bayern schoss. Der FCH verlor das Spiel trotzdem 4:5.

Boateng bevorzugt Italien

Eintracht Frankfurts Versuche, Kevin-Prince Boateng zurückzuholen, drohen zu scheitern. Wie die "Gazzetta dello Sport" berichtet, hat sich der 32-Jährige, der beim italienischen Erstligisten Sassuolo Calcio noch bis 2021 unter Vertrag steht, mit Serie-A-Klub AC Florenz über einen Wechsel geeinigt. Boateng, der bei Sassuolo vier Tore in 14 Spielen erzielt hatte, habe sich für die Fiorentina entschieden, da er in der Heimat seiner Ehefrau Melissa Satta bleiben wolle, berichtete das Blatt.

aha/ptz/sid/dpa

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Papazaca 30.07.2019
1. Muß man sich Sorgen machen um die Eintracht und Hoffe?
Ein bekannter Forist - mit oft guten Beitragen - unterstellte mir Abgehobenheit, als ich mir Sorgen um die Eintracht machte. Bei über 100 Mio. Einnahmen aus Transfereinnahmen kann man natürlich gute Spieler kaufen und sollte nicht absteigen. Ob man aber die hohen Erwartungen der Fans erfüllt? In Frankfurt gab es regelrecht eine Euphorie und die Fans reisten mit der Mannschaft bis ans Ende der Welt. Ich hatte da meine Zweifel. Das gleiche gilt jetzt für Hoffe. Kann so ein dramatischer Aderlass der besten Spieler gut sein? Meiner Meinung nach nicht. Weder für Hoffe, noch für die Bundesliga als Ganzes. Gut, was kaum jemand weiß: Welchen Druck haben die Spieler und ihre Agenten ausgeübt, um bestimmte Wechsel zu erzwingen? Früher fielen Fans eines bestimmten Vereines regelmäßig über den BVB her. Motto. Ihr könnt gute Spieler nicht halten, weil ihr ein unattraktiver Verein seid. Aber es ist ziemlich klar: Es geht nur ums Geld und hat inzwischen auch die Mannschaften hinter den Bayern und BVB voll erfaßt. Ausnahme Leipzig: Die haben ihren Spieler wahrscheinlich von vornherein klar gemacht, das sie sich nicht zu Transfers gegen ihren Willen zwingen lassen. Fazit: Die Bundesliga kann diesem Monopoly mit Millionen immer weniger entgegen setzten. Langfristig kann das nicht gut gehen.
grätscher 30.07.2019
2.
Naja, die dreizehn Edelfans, die sich um Hoffenheim Sorgen mach finden sich dann in vier Wochen bei Red Bull Leipzig wieder, weil da noch mehr Invest vom Eigentümer sitzt, mit dem sich Erfolg kaufen lässt
salvage_hunter 30.07.2019
3. @2
Welch ein unsinniger Beitrag. Ihnen geht es doch gar nicht um das schöne und attraktive Spiel an sich, sondern nur um "Tradition". Ich denke Hoffenheim wird leider gegen den Abstieg spielen. Auch die SGE wird es leider schwer haben. An der Spitze wird es wohl einen Dreikampf mit dem BVB, FCB und RBL geben, wobei ich persönlich Leipzig stärker als Dortmund sehe. Ist aber keine Vorhersage, sondern mein Gefühl.
mariomeyer 30.07.2019
4. Yo!
Es freut mich, dass der von Dietmar Hopp gepäppelte Verein (um keine Namen nennen zu müssen) eine ganze Reihe von Leistungsträgern nicht halten kann. Vielleicht steigt der Verein deswegen am Ende sogar ab. Das wiederum würde mich für all die Vereine freuen, die keinen "netten älteren Herrn" wie Dietmar Hopp im Hintergrund haben, der diesen Verein allein durch seine Kapitalspritzen bis in die 1. Bundesliga gehievt hat. Ich weiß, dass das nicht passieren wird. Zur Not öffnet Dietmar Hopp dann eben in der Winterpause die Schatulle, um kurzfristig Verstärkungen zu besorgen. Aber man darf ja mal träumen. P.S.: Mir ist bewusst, dass das, was Dietmar Hopp getan hat, von der "Lex Leverkusen" gedeckt ist (bevor jemand meint, mich dazu belehren zu müssen). Richtig finden muss ich das deswegen aber trotzdem nicht (auch weil mich die "tolle Jugendarbeit", die man dort macht, nicht die Bohne interessiert und auch all das Gute, das Dietmar Hopp "für die Region" getan hat, bedeutungslos für mich ist).
grätscher 30.07.2019
5. @3
Es geht mir um Fußball, im Gegensatz zu Ihnen. Fußball lebt von Emotionen, Stimmung und Leidenschaft, nicht von Klatschpappen und gekauftem Erfolg. Waren Sie schonmal in Hoffenheim oder Leipzig im Stadion? Bestimmt nicht, sonst würden Sie bestimmt anders daherreden...vor dem Fernseher Sky schauen ist halt soviel bequemer, stimmt's?
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