Nationalelf DFB-Verantwortliche buhlen um 16-Jährigen

Er ist der jüngste Debütant der Bundesliga-Geschichte und gleichzeitig der Hoffnungsträger bei Borussia Dortmund. Der Türke Nuri Sahin soll künftig nicht nur in der Bundesliga, sondern auch in der deutschen Nationalmannschaft für Furore sorgen.


Dortmunds Sahin (l.), Wolfsburgs Hanke: Bald Kollegen in der Nationalelf?
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Dortmunds Sahin (l.), Wolfsburgs Hanke: Bald Kollegen in der Nationalelf?

Frankfurt am Main - "Wir laden ihn gerne wieder zu einem Lehrgang ein. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass er für Deutschland spielen möchte. Er ist in Deutschland aufgewachsen, er hat in Deutschland Fußball spielen gelernt, warum also sollte er nicht für Deutschland spielen?", sagte Gerhard Mayer-Vorfelder, Präsident des DFB. Bislang hat der 16-Jährige von Borussia Dortmund nur für die türkischen Jugend-Nationalmannschaften gespielt und war mit der "U17" Europameister geworden.

Auch Theo Zwanziger, der Geschäftsführende DFB-Präsident, sprach sich für Einsätze des BVB-Talents im Trikot der Nationalelf aus. "Ich bin der Auffassung, dass man sich um einen guten jungen Spieler, ganz gleich welcher Staatsbürger er ist, der in Deutschland aufgewachsen und von unseren Clubs ausgebildet worden ist und der die Klasse mitbringt, in der deutschen Nationalmannschaft spielen zu können, bemühen sollte", so Zwanziger.

"Ich bin von seinen Fähigkeiten absolut überzeugt. Deshalb habe ich natürlich großes Interesse, dass Nuri für Deutschland spielt. Wir werden seine Entwicklung deshalb weiterhin beobachten", sagte "U18"-Trainer und Nachwuchskoordinator Michael Skibbe.

Nach den Statuten der Fifa ist einem Spieler ein Wechsel zwischen zwei Verbänden bis zur Vollendung seines 21. Lebensjahres gestattet. Voraussetzung dafür ist neben der Annahme der Staatsbürgerschaft des betreffenden Landes, dass er bis zum Zeitpunkt des Wechsels noch kein A-Länderspiel ein anderes Land bestritten hat.



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