Nationalelf "Ich glaube an die Stärke der Mannschaft"

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat am Donnerstag mit den letzten zwei Trainingseinheiten in Miyazaki ihren Feinschliff für das WM-Turnier in Südkorea und Japan abgeschlossen. Mit gedämpftem Optimismus reist der DFB-Tross nun zum Gruppenauftaktspiel gegen Saudi-Arabien nach Sapporo.


Nationalspieler beim Trainingsabschluss in Miyazaki: "Das erste Spiel erfolgreich gestalten"
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Nationalspieler beim Trainingsabschluss in Miyazaki: "Das erste Spiel erfolgreich gestalten"

Miyazaki - "Die Zeit der Vorbereitung war lang genug", erklärte Bundestrainer Michael Skibbe zwei Tage vor dem ersten Gruppenspiel am Samstag gegen Saudi Arabien. Teamchef Rudi Völler sieht sein Team bestens vorbereitet, Skibbe traut der DFB-Elf sogar ein Vordringen bis ins Finale zu: "Ich halte das durchaus für möglich. Ich glaube an die Stärke der Mannschaft."

Sorgenkind Rehmer


Bis auf Marko Rehmer, 30, der nach seinem erneuten gesundheitlichen Rückschlag am Donnerstag mit Physiotherapeut Wolfgang Bunz wieder Rehabilitations-Training bestritt, kann Völler am Samstag im Sapporo Dome (13.30 MESZ) seine Wunschelf aufbieten. Rehmer leidet nach einem auskurierten doppelten Bänderriss und einer überstandenen Zerrung in der Schulter nun an einer Muskelverhärtung im Adduktorenbereich. Zwar zeigte sich der Berliner noch optimistisch: "Es ist in den letzten Tagen schon besser geworden. Die Tendenz ist positiv." Doch das erste Spiel kommt für ihn noch zu zeitig.

"Die richtige Anspannung wird erst kommen, wenn wir im Flugzeug nach Sapporo sitzen", sagte Oliver Bierhoff, der sich derzeit mit leichten Leistenproblemen herumplagt. Sein geplanter Einsatz als Joker sei aber nach eigenen Aussagen nicht gefährdet. Am Freitag wird das deutsche Team um 10 Uhr von Miyazaki zum Spielort Sapporo aufbrechen, wo am Abend das Abschlusstraining angesetzt ist. "Den Druck machen wir uns selbst, wir wollen unbedingt die Vorrunde überstehen", betonte Carsten Jancker, der an Stelle von Bierhoff von Beginn an neben Miroslav Klose stürmen soll.

Ballack noch leicht angeschlagen


Michael Ballack, dessen Fußverletzung zwar noch immer nicht hundertprozentig ausgeheilt ist, der aber gegen Saudi-Arabien auf jeden Fall spielen kann, hob nochmals die Bedeutung des Startspiels heraus. "Wir gehen alle davon aus, dass wir das erste Spiel erfolgreich bestreiten. Wichtig wird auch sein, wie man gewinnt, dass man sich im Offensivspiel etwas zutraut, den Gegner unter Druck setzt, mutig nach vorn spielt", so Ballack und wies damit auf die Signalwirkung der ersten Partie für den weiteren Turnier-Verlauf hin.

Die voraussichtliche deutsche Startelf:
Kahn - Linke, Ramelow, Metzelder - Frings, Schneider, Hamann, Ballack, Ziege - Jancker, Klose



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