Nationalmannschaft Breitner fordert Ribbecks Entlassung

Ex-Nationalspieler Paul Breitner bläst zum Großangriff auf Erich Ribbeck. Schielt Breitner, der nach dem Rauswurf von Berti Vogts einer der Nachfolge-Kandidaten auf das Amt des DFB-Teamchefs war, neuerlich auf den Trainerposten?


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Die Krise der Nationalmannschaft

Ist Erich Ribbeck noch der richtige Mann auf dem Posten des Nationaltrainers?

Hamburg - Wenn es nach Paul Breitner geht, ist Teamchef Erich Ribbeck spätestens nach der Europameisterschaft (10. Juni bis 2. Juli) in den Niederlanden und Belgien seinen Job los. "Wir werden die EM noch über uns ergehen lassen müssen, aber dann muss unbedingt Schluss sein mit Ribbeck. Er steht in der Verantwortung, war nicht in der Lage, neue Wege zu gehen", sagte der ehemalige Nationalspieler der Münchner "Abendzeitung".

Höhnisch merkte Breitner in Bezug auf die desolate Vorstellung der Nationalmannschaft beim 1:1 gegen die Schweiz in Kaiserslautern im Kölner "Express" an: "Selbst wenn wir ohne Trainer zur EM fahren - schlimmer kann es eh nicht mehr werden."

"Dann muss unbedingt Schluss sein mit Ribbeck"
DPA

"Dann muss unbedingt Schluss sein mit Ribbeck"

Auch dem DFB warf der Weltmeister von 1974 ein schweres Versäumnis vor - das allerdings schon knapp zwei Jahre zurückliegt. "Als ich nach der Vogts-Entlassung 16 Stunden Bundestrainer war, habe ich Tabula rasa gesprochen. Doch die Herren aus Frankfurt haben gesagt: Was will der Arsch, der hat doch keine Ahnung." Und damit noch nicht genug der Kritik an den Fußballfunktionären. In der "Welt" krittelt Breitner: "Anstatt sich in einen Neuaufbau der Nationalmannschaft zu stürzen, wird sich nur in die WM-Bewerbung gestürzt."



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