Fußballnationalmannschaft der Frauen Jones wird Co-Trainerin von Neid

Der Deutsche Fußball-Bund reagiert auf die Kritik an der Nominierung von Steffi Jones als Bundestrainerin. Die Nachfolgerin von Silvia Neid wird bis zu ihrem Amtsbeginn 2016 als Co-Trainerin von Neid Erfahrung sammeln.

Künftige Bundestrainerin Jones: Ein Jahr Lehre
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Künftige Bundestrainerin Jones: Ein Jahr Lehre


Die zukünftige Bundestrainerin der Frauen-Nationalmannschaft Steffi Jones geht ab sofort bei ihrer Vorgängerin Silvia Neid in die Lehre. Die 42-Jährige übernimmt bis zu ihrem Amtsantritt im September 2016 die Rolle der zweiten Co-Trainerin neben Ulrike Ballweg. "Das war die logische Schlussfolgerung", sagte Jones. "So kann ich praktische Erfahrungen sammeln. Ich will aber auch meine Impulse setzen."

Ähnlich äußerste sich Neid: "So kann sie Erfahrung sammeln und kennt dann die Stärken und Schwächen der Mannschaft", sagte die 51-Jährige. "Und dann kann sie ihr Ding weiterführen."

Neid hört nach den Olympischen Spielen im kommenden Jahr in Brasilien nach elf Jahren als Cheftrainerin des zweimaligen Weltmeisters auf und übergibt an Jones. Für diesen verzögerten Umbruch wurde der Deutsche Fußball-Bund (DFB) nach der mäßigen WM 2015 kritisiert. Neid selbst wird dann Leiterin der neuen Scouting-Abteilung für Frauen- und Mädchenfußball im DFB.

Jones' Ernennung zur Bundestrainerin war ebenfalls auf Kritik gestoßen, weil sie zuvor nicht aktiv an der Seitenlinie gearbeitet hatte. Erste Erfahrung sammelte Jones bei der U19-WM der Männer im vergangenen Juli, wo sie ebenfalls als Co-Trainerin arbeitete. Die ehemalige Nationalspielerin bekleidet in der DFB-Zentrale in Frankfurt seit 2011 die Position der Direktorin für Frauenfußball.

krä/sid

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insgesamt 7 Beiträge
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ostfale 24.08.2015
1. Nichts gegen Steffi Jones,
aber diese 'Feigenblattaktion' des DFB macht seinen 'Griff in die Klo-Schüssel' auch nicht rückgängig. Frau Jones ist lediglich vorzuhalten, daß sie sich richtiger einzuschätzen gehabt hätte und das verlockende Angebot ausschlagen sollte. Eine exzellente Spielerin muß nicht auch eine Spitzentrainerin sein. Wenngleich das beim Sylvia Neid zweifelsfrei feststand. Aber eben deshalb war sie ja für den deutschen Frauenfußball solch ein Glücksfall.
Dribbelkasper 24.08.2015
2.
So ein Käse. Frau Jones sollte besser auch bei anderen Trainern hospitieren als nur bei Frau Neid abzukupfern. Wo bleibt denn da der Wechsel ?
taylor26 24.08.2015
3.
Ob das so sinn macht? das hätte man schon früher machen müssen klingt ehr nach verlegenheits chrashkurs.
wolfganglahrfeld 24.08.2015
4. Frau Jones
Hat sie denn noch nicht einmal einen Trainerschein? Oder habe ich das missverstanden? Ich glaube, wenn schon Lehre, dann Herren-Bundesliga. Sie übernimmt ja letztendlich das Aushängeschild des Damenfussballs.
zaunreiter35 25.08.2015
5. Mein Wunschkandidat
wäre ja Ralf Peter. Aber die in sich abgeschottete Cousinenwirtschaft duldet keine erfolgreichen Männer. Btw...sie duldet aber auch keine erfolgreichen Frauen, sonst hätte man ja auch mal bei Frau Voss-Tecklenburg anfragen können. Oder gar Impulse aus dem Ausland setzen können, wenn man mal bei Laura Harvey oder Emma Hayes angefragt hätte, wenn es denn kein Mann sein darf.
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