Nationalmannschaft DFB trennt sich von Berater Bernhard Peters

Die Kritik an der Arbeit von Bundestrainer Joachim Löw hat Konsequenzen: Bernhard Peters ist entlassen worden. Das wurde beim DFB-Kongress in Frankfurt bekannt. Dort äußerte sich Löw auch zur Zukunft von Nationaltorwart Jens Lehmann.


Hamburg - Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat die Zusammenarbeit mit Bernhard Peters beendet. Dem Mitglied des DFB-Kompetenzteams wurde zum 31. Juli gekündigt. Das bestätigte DFB-Mediendirektor Harald Stenger. Peters hatte vor dem Viertelfinalspiel der EURO 2008 gegen Portugal (3:2) öffentliche Kritik an der Arbeit von Bundestrainer Joachim Löw geäußert.

Bernhard Peters: Nach seiner Kritik entlassen
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Bernhard Peters: Nach seiner Kritik entlassen

Auch die Entschuldigung, die Peters anschließend an Löw richtete, konnte die Trennung nicht verhindern. DFB-Präsident Theo Zwanziger und Generalsekretär Wolfgang Niersbach hatten Peters, dem Sportdirektor des Bundesliga-Aufsteigers TSG Hoffenheim, die Entscheidung in den vergangenen Tagen in einem Brief mitgeteilt. Sie haben so die Konsequenzen gezogen, die Löw schon in einer ersten Stellungnahme angedeutet hatte.

Veränderungen wird es nicht nur auf Funktionärsebene geben, sondern anscheinend auch in der deutschen Nationalmannschaft. "Sicherlich wird es bald einen Generationenwechsel im Tor geben. Jens Lehmann ist schließlich 38 Jahre alt, und wir haben junge Torhüter wie René Adler und Manuel Neuer, die ihre Qualität unter Beweis gestellt haben", sagte Löw.

Einen konkreten Zeitplan nannte er jedoch nicht. "Wir werden uns Zeit lassen und dann ein Gespräch führen. Es braucht Zeit, um die Gedanken zu ordnen. Wir werden gemeinsam zu einer Entscheidung kommen", sagte Löw. Lehmann hatte sich nach der EM nicht konkret zu seiner Zukunft geäußert. Mit Löw hat es seit dem verlorenen EM-Finale gegen Spanien keinen Kontakt gegeben.

In Zukunft will Löw ohnehin stark auf die Jugend setzen: "Spanien hat mit seinen Jugend-Mannschaften von den letzten neun Titeln seit 2004 fünf gewonnen. Das zeigt die Qualität der Spanier. Wir werden im DFB alles daran setzen, dass wir unsere Nachwuchsarbeit weiter verbessern. Nur so können wir uns nachhaltig in der Spitze etablieren", sagte Löw.

jar/sid



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