Nationalmannschaft Wörns und Ballack können spielen

Beim peinlichen Unentschieden in Sarajevo wurde Michael Ballack schmerzlich vermisst. Am Mittwoch gegen die Färöer-Inseln wird der Spielmacher des DFB-Teams wieder dabei sein. Auch Rotsünder Christian Wörns kann im EM-Qualifikationsspiel eingesetzt werden.


Verwunderung: Christian Wörns (r.) und Hasan Salihamidzic können den Platzverweis nicht fassen
REUTERS

Verwunderung: Christian Wörns (r.) und Hasan Salihamidzic können den Platzverweis nicht fassen

Barsinghausen - Ballack, der am Freitag beim 1:1 (0:1) gegen Bosnien-Herzegowina wegen einer Grippe gefehlt hatte, kündigte am Sonntag an, zur Mannschaft zu stoßen. Am Montag will der 26-Jährige das volle Trainingsprogramm bestreiten. "Wenn nicht noch ein Rückschlag kommt, dürfte es keine Probleme geben", sagte Bundestrainer Michael Skibbe.

Auch Dietmar Hamann (Liverpool) und Bernd Schneider (Leverkusen) werden für das Spiel am Mittwoch in Hannover (20.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) gegen die Färöer-Inseln in die Startelf zurückkehren. Für den Dortmunder Christoph Metzelder (Achillessehne) reichte die Genesungszeit jedoch nicht. Der Einsatz des Bayer-Angreifers Oliver Neuville (Oberschenkel) ist stark gefährdet.

Christian Wörns kann hingegen spielen, obwohl der Dortmunder in Sarajevo die Rote Karte gesehen hatte. Der Abwehrspieler vom deutschen Meister ist nach Auskunft der Uefa jedoch für das nächste Freundschaftsspiel gegen die Niederlande gesperrt, da es sich auch bei der Partie in Bosnien-Herzegowina um eine Testbegegnung gehandelt habe.

"Man muss mehr tun"

Nach den schwächsten 45 Minuten in der Ära Völler ("Die erste Hälfte in Sarajevo war grottenschlecht") steht der Vizeweltmeister gegen die Färöer-Inseln auch wegen des 2:0-Erfolgs des Vogts-Teams auf Island unter Zugzwang. "Die Schotten haben sich eine gute Ausgangsposition erarbeitet, aber Angst müssen wir keine haben", sagte Skibbe, obwohl die "Bravehearts" nun in der Tabelle vor dem DFB-Team rangieren.

Völler erwartet am Mittwoch gegen den krassen Außenseiter "mehr Leben" im Spiel seiner Elf. "Nicht dass man mehr rumschreit als Alibi, man muss mehr tun", sagte der DFB-Coach, "wir müssen auch gegen solche Gegner am oberen Limit spielen, was Einstellung und Laufbereitschaft anbelangt."



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