Nationalspieler-Rekord Ali Daei trifft zum hundertsten Mal

Der Iraner Ali Daei hat als weltweit erster Fußball-Nationalspieler 100 Tore erzielt. Beim Kantersieg des Iran gegen Laos traf der 35-jährige Ex-Bundesligaprofi in seinem 135. Länderspiel gleich viermal und wurde frenetisch gefeiert. China scheiterte hingegen, Trainer Arie Haan trat zurück.


Die Hundert sind voll: Irans Nationalspieler Ali Daei auf dem Weg zu einem seiner Treffer
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Die Hundert sind voll: Irans Nationalspieler Ali Daei auf dem Weg zu einem seiner Treffer

Teheran - Iran deklassierte Laos am Mittwoch in Teheran mit 7:0 (3:0). Daei steuerte einen Hattrick zwischen der 7. und 28. Minute und einen weiteren Treffer bei. Die Schallmauer von 100 Toren hatte zuvor in der langen Geschichte des Fußballs kein anderer Spieler durchbrochen. Die Zuschauer im Stadion erhoben sich von ihren Plätzen und applaudierten Daei minutenlang.

Durch den klaren Sieg hat die Fußball-Auswahl Irans die zweite und entscheidende Runde in der Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland erreicht. Mit 15 Punkten beendete der Iran die Vorrunden-Gruppe 1 als Erster vor Jordanien (12 Punkte), das alle Chancen durch eine 0:2-Niederlage in Katar (9 Punkte) einbüßte. Laos blieb ohne Punktgewinn.

China ausgeschieden, Haan gibt auf

Wenige Stunden nach dem Scheitern in der WM-Qualifikation hat Arie Haan die Konsequenzen gezogen und seinen Rücktritt als Fußball-Nationaltrainer von China erklärt. Der Coach hatte zuvor mit dem WM-Teilnehmer von 2002 in der Asien-Zone zwar zum Abschluss der Zwischenrunde Hongkong mit 7:0 (3:0) besiegt, aber aufgrund der weniger erzielten Treffer gegenüber Kuwait das Nachsehen. Der Mannschaft aus dem Golfstaat genügte ihrerseits ein 6:1 (1:1) über Malaysia zum Einzug in die Finalrunde.

"Ich fühle mich leer. Die Spieler tun mir sehr leid. Knapper kann man nicht scheitern. Nach so einem Spiel ist es schwer zu sagen, dass alles vorbei ist", sagte Haan, der in der Bundesliga beim VfB Stuttgart und 1. FC Nürnberg tätig war. Kuwait und China wiesen zum Abschluss der Gruppenphase jeweils 15 Punkte und eine Tordifferenz von plus 13 auf. Den Ausschlag zugunsten der Kuwaiter gab ein mehr erzielter Treffer.

Südkorea bleibt dagegen im Rennen um die WM-Tickets und schaffte in der Gruppe 7 durch einen 2:0 (0:0)-Erfolg über die Malediven ebenfalls den Sprung in die Runde der letzten acht. Damit sind neben den WM-Gastgebern 2002, Südkorea und Japan, auch Bahrein, Usbekistan, Saudi-Arabien, Nordkorea, Iran und Kuwait für die Finalrunde qualifiziert.



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