Fußball Nationaltorhüterin Schult wechselt zum Klub der Hollywood-Frauen

Ihr Weg führt sie nun in die USA: Deutschlands Nationaltorhüterin Almuth Schult wechselt von Wolfsburg zum Angel City FC. Der Klub gehört zahlreichen weiblichen Hollywoodstars und berühmten Sportlerinnen.
Almuth Schult: »Man ist in jedem Spiel gefordert und weiß vorher auch nicht, welcher Klub Meister wird.«

Almuth Schult: »Man ist in jedem Spiel gefordert und weiß vorher auch nicht, welcher Klub Meister wird.«

Foto: RONNY HARTMANN / AFP

Die Torhüterin der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, Almuth Schult, wechselt nach der Fußball-EM im Sommer in die USA. Wie der NDR  und die »Wolfsburger Allgemeine « berichten, heuert die 30-Jährige beim Angel City FC an, einem Profi-Verein aus Los Angeles. Demnach unterschrieb sie einen Vertrag bis 2023.

»Es war schon immer ein Traum von mir, in der NWSL zu spielen«, sagte Schult der »Wolfsburger Allgemeinen«: »Es geht nicht nur um Fußball, sondern auch um Wirkung – und darum, Frauen zu unterstützen. Ich bin stolz, ein Teil des Teams zu werden und freue mich, ab Sommer dazuzustoßen.«

Der Angel City FC gilt als Klub der weiblichen Hollywoodstars, Natalie Portman, Uzo Aduba, Jennifer Garner, Sophia Bush und Eva Longoria gehören zu den Gründerinnen. Ebenfalls mit dabei sind die ehemaligen US-Nationalspielerinnen Mia Hamm und Abby Wambach, Tennisstar Serena Williams und Basketballspielerin Candace Parker.

»Es war immer mein Traum, in den USA zu spielen.«

Bislang hatte Schult, EM-Siegerin 2013 und Olympiasiegerin 2016, beim deutschen Klub VfL Wolfsburg unter Vertrag gestanden, ein Verlängerungsangebot jedoch abgelehnt . Mit dem VfL gewann Schult zahlreiche Titel, in dieser Saison hat das Team gute Chancen auf die Meisterschaft, trifft im Halbfinale der Champions League auf den FC Barcelona und steht zudem auch im Semifinale des DFB-Pokals.

Der Angel City FC startet in diesem Jahr erstmals in der National Women’s Soccer League (NWSL), der Frauenprofiliga der USA. Für seine erste Saison verkaufte der Klub den Angaben zufolge 16.000 Dauerkarten.

»Es war immer mein Traum, einmal in den USA zu spielen. Die Liga dort ist so ausgeglichen wie keine in Europa«, sagte Schult dem NDR. »Jedes Team dort hat Nationalspielerinnen aus dem In- und Ausland. Deshalb ist es als Torhüterin sehr attraktiv dort zu spielen. Man ist in jedem Spiel gefordert und weiß vorher auch nicht, welcher Klub Meister wird.«

Schult hatte 2020 Zwillinge zur Welt gebracht und danach über Schwierigkeiten gesprochen, Familie und Beruf zu vereinbaren. Nach der Bekanntgabe ihres Abschieds vom VfL war daher auch über ein Karriere-Ende der Olympiasiegerin spekuliert worden.

bka/sid
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