Nations League Deutschland verpasst auch gegen die Schweiz einen Sieg

Auch im sechsten Anlauf seit Einführung der Nations League gelang der DFB-Auswahl kein Sieg. Wirkte ihr Auftritt gegen die Schweiz zunächst eingespielter, offenbarten sich alte Schwächen.
Timo Werner blieb gegen die Schweiz ohne Treffer

Timo Werner blieb gegen die Schweiz ohne Treffer

Foto: Christian Charisius / dpa

Die deutsche Fußballnationalmannschaft hat erneut einen Sieg in der Nations League verpasst. Gegen die Schweiz kam die DFB-Auswahl nicht über ein 1:1 (0:1) hinaus. Früh brachte Ilkay Gündogan Deutschland in Führung (14. Minute), den Ausgleichstreffer erzielte der Schweizer Außenverteidiger Silvan Widmer in der 58. Minute.

Wie schon beim 1:1 gegen Spanien agierte Deutschland mit einer Dreierkette; Bundestrainer Joachim Löw nahm zwei personelle Veränderungen vor: Im Tor spielte Bernd Leno anstelle von Kevin Trapp, hinten rückte Matthias Ginter für Emre Can ins Team.

Von Beginn an hatte Deutschland mehr Ballbesitz und erste Chancen. So etwa Leroy Sané, der Yann Sommer per Flachschuss aus der Ferne prüfte (7.). Nach 14 Spielminuten - und vorausgegangenem Kombinationsspiel über außen - legte Ginter zurück auf Gündogan, der präzise ins rechte untere Eck einschob.

Die Schweizer machten mit mutigen Vorstößen auf sich aufmerksam, Renato Steffen hatte die erste gute Möglichkeit. Sein Schuss aus kurzer Distanz und spitzem Winkel klärte Leno mit dem Fuß ab. Spielerisch wirkte die Nationalmannschaft gefestigter als noch gegen Spanien, ihr Spiel war geprägt von hohem Pressing und direkten Pässen in Richtung der schnellen Offensivkräfte Timo Werner, Julian Draxler und Sané.

Zur zweiten Hälfte brachte Löw Julian Brandt für Sané in die Partie. Es schien, als hätte die Nationalelf das Spiel nun unter Kontrolle, doch die offensive Ausrichtung barg Gefahren. Embolo wurde links geschickt und vom bereits verwarnten Niklas Süle zu zögerlich attackiert. Nach flacher Hereingabe überwand Widmer Nationaltorwart Leno aus etwa 15 Metern mit links (58.).

Die Partie gestaltete sich auch zum Ende hin offen, mit leichten Vorteilen für die Schweiz. Steven Zuber fand in der Mitte Nico Elvedi völlig frei, sein Schuss ging jedoch weit über das Tor (80.). Großchancen blieben in der Folge aus, das 51. Aufeinandertreffen der beiden Teams ohne Sieger.

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