Wegen Lochs im Rasen Österreich scannt Rasen mit Bodenradar – und darf gegen Weltmeister Frankreich antreten

Beim Nations-League-Spiel gegen Dänemark sorgten im Wiener Ernst-Happel-Stadion ein Stromausfall und ein Loch im Rasen für Aufregung. Nun hat der Verband die Probleme gelöst. Doch es droht neuer Ärger.
Arbeiter füllen das Loch im Mittelkreis

Arbeiter füllen das Loch im Mittelkreis

Foto: Helmut Fohringer / dpa

Die österreichische Fußball-Nationalmannschaft kann am Freitag (20.45 Uhr/DAZN) in der Nations League wie geplant gegen Weltmeister Frankreich antreten, obwohl am vergangenen Montag ein Stromausfall im Ernst-Happel-Stadion gegen Dänemark (1:2) sowie ein rund 30 Zentimeter tiefes Loch im Rasen für große Aufregung und einige Diskussionen gesorgt hatten.

Aufgrund des Stromausfalls hatte die Dänemark-Partie erst mit 90-minütiger Verspätung angepfiffen werden können. Nach dem Spiel sorgte dann ein tiefes Loch im Mittelkreis für Aufsehen.

Weil sich niemand das plötzliche Auftauchen des Lochs erklären konnte, ließ der Österreichische Fußball-Bund (ÖFB) das Spielfeld auf der Suche nach unterirdischen Hohlräumen mithilfe eines speziellen Geräts absuchen. Zusätzlich wurde ein Gutachten zum Zustand des Unterbaus des Rasens an die Europäische Fußball-Union (Uefa) übermittelt.

Letztlich waren es wohl die starken Regenfälle, die zu einem Grundwasseranstieg geführt haben, der für das Loch verantwortlich sein soll. Das Wasser habe von unten auf die Spielfläche gedrückt, erklärte ÖFB-Geschäftsführer Bernhard Neuhold vor Journalistinnen und Journalisten. »Dadurch hat sich offensichtlich ein Hohlraum gebildet, der in diesem Loch gemündet hat.«

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Am späten Mittwochabend gab die Uefa grünes Licht für die Begegnung der Mannschaft des neuen Teamchefs Ralf Rangnick gegen die Equipe Tricolore, die im Rahmen der laufenden Nations League noch ohne Sieg (1:2 gegen Dänemark und 1:1 in Kroatien) ist.

Nur das Wetter bereitet weiter Sorgen: Vor dem Duell gegen Frankreich im Ernst-Happel-Stadion sind am Donnerstag und Freitag erneut kräftige Regenfälle vorhergesagt. Der ÖFB hält für den Notfall neuen Rollrasen bereit, zudem wurde das Loch breitflächig aufgefüllt und das Feld erneut mit einer Walze bearbeitet.

kjo/ara/sid
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.