Nach Antisemitismus-Skandal Nike trennt sich endgültig von Basketball-Star Kyrie Irving

NBA-Profi Kyrie Irving war nach antisemitischen Aussagen von seinem Klub suspendiert worden. Nun darf der Aufbauspieler zwar wieder für die Brooklyn Nets auflaufen, verliert aber einen wichtigen Sponsor.
Kyrie Irving verliert Nike als Sponsor

Kyrie Irving verliert Nike als Sponsor

Foto: Julia Nikhinson / AP

Der umstrittene Basketball-Star Kyrie Irving hat seinen millionenschweren Sponsorenvertrag beim Sportartikel-Multi Nike verloren. Wie das Unternehmen aus Oregon der Nachrichtenagentur AFP bestätigte, wurde das zuletzt ausgesetzte Werbeverhältnis mit dem 30 Jahre alten Profi des NBA-Klubs Brooklyn Nets offiziell beendet. Irving soll zuletzt mehr als elf Millionen Dollar im Jahr von Nike kassiert haben, seine Schuhmodelle gehörten zu den Topsellern im Basketball-Bereich.

Im Oktober postete der NBA-Star in den sozialen Medien den Link zu einem Film mit antisemitischen Inhalten geteilt. Auf eine Entschuldigung verzichtete er zunächst. »Ich werde nichts zurücknehmen, an das ich glaube«, sagte er auf einer Pressekonferenz. Er würde nur noch stärker werden, denn er sei nicht allein: »Ich habe eine ganze Armee um mich herum.« Kurz danach brach Irving die Pressekonferenz ab.

Die Brooklyn Nets hatten Irving danach vorübergehend suspendiert. Erst nachdem er einen ausführlichen Katalog an Maßnahmen erfüllt und eine Geldstrafe gezahlt hatte, durfte Irving wieder in der NBA auflaufen. Nike hatte als Reaktion auf die Geschehnisse den Vertrag mit dem siebenmaligen Allstar ruhen lassen.

Es ist nicht Irvings erster Skandal

Der Aufbauspieler gilt schon seit Jahren als Skandalprofi und Verschwörungstheoretiker. Einst behauptete er, die Erde sei eine flache Scheibe. Später bat er dafür um Entschuldigung.

Nach Beginn der Coronapandemie fiel Irving mehrfach durch krude Verschwörungstheorien auf und ließ sich auch nicht impfen. Er verpasste deshalb einen großen Teil der vergangenen NBA-Saison, weil in vielen Hallen ungeimpfte Spieler nicht auflaufen durften. In dieser Saison fiel diese Regel weg und Irving durfte wieder regelmäßig spielen.

Bei seinen Sponsoren kam Irving mit seinen Skandalen lange durch. Das änderte sich nun nach dem Antisemitismus-Skandal.

kjo/dpa
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