Neu-Bremer Frings Flucht vor Magath

Geht es nach Torsten Frings, ist der Hauptverantwortliche für seinen Wechsel von München nach Bremen schnell gefunden: Felix Magath. Der 28-jährige Nationalspieler wirft seinem ehemaligen Trainer mangelnde Unterstützung vor. Außerdem habe er ihn nicht auf seiner angestammten Postion spielen lassen.

Hamburg - "Er hat mich trotz vieler Gespräche nie da aufgestellt, wo ich am stärksten bin", sagte Frings der "Bild"-Zeitung, "zentral vor der Abwehr. Da habe ich in Bremen, Dortmund und in der Nationalelf tolle Spiele abgeliefert." Das habe sich auch auf die Zusammenarbeit ausgewirkt, die laut Frings zwar "erfolgreich, aber nie harmonisch" gewesen sei.

Der Wechsel, für den der FC Bayern im Sommer 2004 9,5 Millionen Euro Ablöse an Borussia Dortmund überwies, entpuppt sich nun als großes Missverständnis. "Ich habe mich in München vom ersten Tag an nie richtig wohl gefühlt", sagte Frings heute. Den Vorwurf von Manager Uli Hoeneß, er habe sich mehr erwartet von dem 28-Jährigen, kontert Frings mit ähnlichen Worten. Auch er habe sich "mehr erwartet" von den Bayern. "Magath hat mich zwar unterstützt, aber nie zu 100 Prozent", so der Mittelfeldspieler.

Hoeneß sah sich enttäuscht in seiner Annahme, Frings sei ein Führungsspieler. Frings wiederum beklagt nun, die Bayern hätten ihn nicht als den Führungsspieler behandelt, den sie in ihm sahen: "Man hätte sich mir gegenüber auch so verhalten können", so Frings. Stattdessen kritisierten Magath und Hoeneß den Nationalspieler, was dem dann zusätzlich nicht behagte. "Ich bin vom Typ her eher ruhig. Ich habe gewusst, was mich in München erwartet, aber darauf muss man ja nicht immer eingehen. Ich habe mein Ding durchgezogen", sagte Frings.

Sportlich gescheitert ist der 39-malige Nationalspieler bei den Bayern nicht: Er kam auf 29 Bundesliga-Einsätze (3 Tore) und stand bei allen Champions-League-Partien auf dem Platz.

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