Neuer Tottenham-Coach Mourinho gibt Fehler zu - er sagt aber nicht, welche

José Mourinho ist wieder zurück im Geschäft - und gibt sich plötzlich selbstkritisch. Der neue Tottenham-Coach lobt zudem seinen Vorgänger und will auf Wintertransfers verzichten.

Neuer und alter Tottenham-Coach: Mourinho und Pochettino
Andrew Yates REUTERS

Neuer und alter Tottenham-Coach: Mourinho und Pochettino


Der portugiesische Fußball-Starcoach José Mourinho hat sich bei seiner ersten Pressekonferenz als Trainer von Tottenham Hotspur überraschend zurückhaltend geäußert. "Mir ist klar geworden, dass ich Fehler gemacht habe", sagte Mourinho. "Ich werde dieselben Fehler nicht noch einmal machen. Ich werde neue Fehler machen, aber nicht dieselben." Der 56 Jahre alte frühere Trainer des FC Chelsea und von Manchester United verriet allerdings nicht, welche Fehler er damit meinte.

Er sei "bescheiden genug, um meine Karriere zu analysieren - nicht nur das letzte Jahr, sondern das Ganze, die Entwicklung, die Probleme und die Lösungen, und niemandem die Schuld zu geben."

Mourinho sagte, dass ihm die fast einjährige Pause nach der Trennung von ManUnited im Dezember 2018 gut getan habe. "Eine Pause war positiv für mich", erklärte er. "Das war der erste Sommer, in dem ich nicht gearbeitet habe." Während der Saisonvorbereitung habe er sich ohne Job allerdings "ein bisschen ratlos" gefühlt, räumte der neue Tottenham-Coach ein, der am Samstag bei West Ham United sein Debüt auf der Bank gibt und mit den Spurs am 11. Dezember in der Champions League beim FC Bayern spielt.

Mourinho lobte seinen Vorgänger Mauricio Pochettino, der bei den Bayern als Kandidat für das Traineramt gilt. Er betonte zudem, er habe keine Absichten, im Winter auf dem Transfermarkt aktiv zu werden, obwohl die Spurs in der Premier-League-Tabelle derzeit nur auf Platz 14 stehen. "Das ist das beste Geschenk für mich, ich brauche keine neuen Spieler", sagte er. "Wir können die Premier League in dieser Saison nicht gewinnen, aber wir können sie nächste Saison gewinnen. (Ich sage) nicht werden, aber können."

aha/dpa



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aurichter 21.11.2019
1. Fehler No1
Zitat/"Wir können die Premier League in dieser Saison nicht gewinnen, aber wir können sie nächste Saison gewinnen. (Ich sage) nicht werden, aber können."/End. Haben andere bspw Wenger, auch oft gesagt. Schon an der Aussage wird sich The Special Break u.a. von Levy messen lassen müssen. Wie demütig jemand nach einer Zwangspause werden kann, schon beachtlich. Hätte ich soooo nicht erwartet.
sh.stefan.heitmann 22.11.2019
2.
Zitat von aurichterZitat/"Wir können die Premier League in dieser Saison nicht gewinnen, aber wir können sie nächste Saison gewinnen. (Ich sage) nicht werden, aber können."/End. Haben andere bspw Wenger, auch oft gesagt. Schon an der Aussage wird sich The Special Break u.a. von Levy messen lassen müssen. Wie demütig jemand nach einer Zwangspause werden kann, schon beachtlich. Hätte ich soooo nicht erwartet.
Aha, die Wahrheit zu sagen ist also ein Fehler? Am Anfang einer Saison KANN theoretisch jeder Meister werden, wo ist jetzt das Problem mit der Aussage?
Papazaca 22.11.2019
3. Die Mannschaften hatten oft die Nase voll von Mou
Real und ManU sind gute Beispiele: Bei Madrid verscherzte er es sich mit Torwart, Kapitän und letztlich der Mannschaft , das gleiche passierte mit Pogba bei ManU. Und auch bei Chelsea hatte die Mannschaft die Nase voll von Mou. Der Mann ist verbrannt. Das die Spurs es mit ihm versuchen, spiegelt eher die Hoffnungslosigkeit wieder, die sich da breit gemacht hat.
snowcat 22.11.2019
4. Hoffentlich hat er Erfolg
Ich hoffe mal, dass er in Tottenham Erfolg hat. Denn ich bin froh, wenn nicht jeder das gleiche System spielen lässt. Und den Pressing-Fussball mit schnellen Angriffen nach Balleroberung spielen ja gefühlt fast alle. Da freue ich mich, wenn eine Mannschaft es mal anders versucht. Nur so ist der Fussball ja interessant.
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