AC Mailand Constant verlässt nach rassistischen Gesängen den Platz

Nach rassistischen Gesängen einiger Fans während eines Freundschaftsspiels hat der dunkelhäutige Profi Kevin Constant vom AC Mailand den Platz verlassen. Die Partie gegen Aufsteiger US Sassulo lief trotzdem weiter. Für den italienischen Club ist es nicht der erste Fall dieser Art.

Milan-Profi Constant: Abgang nach rassistischen Gesängen
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Milan-Profi Constant: Abgang nach rassistischen Gesängen


Hamburg - Der dunkelhäutige Fußball-Profi Kevin Constant vom italienischen Erstligisten AC Mailand hat nach rassistischen Gesängen einiger Fans bei einem Vorbereitungsturnier den Platz verlassen. Der Schiedsrichter brach die Partie zwischen Milan und dem Aufsteiger US Sassuolo aber nicht ab, wie italienische Medien berichteten. Er ließ in dem Spiel um die "Trofeo Tim" am Dienstagabend stattdessen Mario Piccinocchi als Ersatz für Constant kommen.

Der 26-jährige Constant ist in Frankreich geboren, hat aber Wurzeln in Guinea. Mit seiner Aktion erinnert er an das Verhalten seines Mitspielers Kevin-Prince Boateng im Januar: Der Ghanaer hatte bei einem Freundschaftsspiel in Busto Arsizio nach rassistischen Schmähgesängen der Fans den Platz verlassen. Seine Mitspieler waren ihm gefolgt, und die Partie wurde abgebrochen.

Den Sieg bei dem Vorbereitungsturnier holte sich überraschend der Aufsteiger Sassuolo, der Milan mit 2:1 besiegte.

ken/dpa



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hubie 24.07.2013
1. Rückgrat
anscheinend mangeld es zurzeit etwas daran, sonst hätten sie es wie bei boateng ihm gleich getan.
wwwwalter 24.07.2013
2. Den Platz zu verlassen ist verständlich aber doch unverhältnismäßig
unter tausenden Fans gibt es immer ein paar Chaoten, die unter Umständen solche Gesänge anstimmen. Stehvermögen und Selbstbewusstsein des Spielers gegenüber solchen miesen Fans wäre mit Sicherheit die bessere Reaktion. Diese Personen gehören identifiziert und im Wiederholhungsfall auf Dauer vom Stadionbesuch ausgeschlossen (und zwar europaweit, mit entsprechender Erfassung in einem zentralen Register). Wenn sich die übergroße Mehrheit der Stadionbesucher aber anständig verhält, dann sollte ein Spieler wegen ein paar Chaoten nicht den Platz verlassen.
mwroer 24.07.2013
3.
Zitat von wwwwalterunter tausenden Fans gibt es immer ein paar Chaoten, die unter Umständen solche Gesänge anstimmen. Stehvermögen und Selbstbewusstsein des Spielers gegenüber solchen miesen Fans wäre mit Sicherheit die bessere Reaktion. Diese Personen gehören identifiziert und im Wiederholhungsfall auf Dauer vom Stadionbesuch ausgeschlossen (und zwar europaweit, mit entsprechender Erfassung in einem zentralen Register). Wenn sich die übergroße Mehrheit der Stadionbesucher aber anständig verhält, dann sollte ein Spieler wegen ein paar Chaoten nicht den Platz verlassen.
Doch sollte er - die gesamte Mannschaft sollte. Genau so lange und oft wie es den echten Fans dämmert das die 'paar Chaoten' ihnen viel mehr kaputtmachen als dieses eine Spiel. Erst wenn das Gros der Fans sowas nicht mehr stillschweigend toleriert ist es gut. Wenn es nur ein paar Chaoten sind ... kann es ja nicht so schwer sein für die Masse der Fans denen Paroli zu bieten. Und sei es nur durch simples Übertönen.
raber 24.07.2013
4. Rassistische AC Mailand
Gut gemacht von Herrn Constant. Seinem Beispiel und dem von Herrn Boateng sollten die anderen Spieler folgen. Herrn Boatengs Mitspieler waren viel solidarischer. Was ist mit den rassistischen Fans geschehen? Irgendwie bestraft? Es wäre verständlich wenn nicht-weisshäutige Spieler selbst gegen teures Geld nicht beim AC MAiland spielen wollen. Gut, dass bei diesem Spiel Sassuolo gewann.
enivid 24.07.2013
5.
So viele Holzköpfe die sich als Fußballfans geben aber als Rassisten outen, unverständlich und wirklich schade.
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