Nach PSG-Aus in der Champions-League Neymar schimpft über Schiedsrichter

Paris St. Germain ist trotz eines 2:0-Siegs im Hinspiel aus der Champions League ausgeschieden. Neymar gab via Instagram den Schiedsrichtern die Schuld. Thomas Tuchel nimmt seinen Superstar in Schutz.

Neymar auf der Tribüne beim CL-Spiel gegen Manchester
YOAN VALAT/EPA-EFE/REX

Neymar auf der Tribüne beim CL-Spiel gegen Manchester


Das unerwartete Aus des französischen Meisters Paris St. Germain im Achtelfinale der Champions League hat Trainer Thomas Tuchel hart getroffen. Aber auch Neymar zeigte sich frustriert.

Der verletzte Superstar gab nach Spielschluss den Schiedsrichtern die Schuld an der 1:3-Niederlage gegen Manchester United: "Es ist eine Schande", schrieb der Brasilianer bei Instagram: "Da sitzen vier Leute, die keine Ahnung vom Fußball haben, und schauen sich eine Zeitlupe vor dem Fernseher an."

Anlass für die Reaktion des 27-Jährigen war eine Entscheidung in der Nachspielzeit: Der slowenische Schiedsrichter Damir Skomina hatte den Gästen zunächst einen Handelfmeter verweigert, änderte seine Meinung aber nach dem Videostudium. Damit lag der Unparteiische richtig. PSG-Verteidiger Presnel Kimpembe hatte den Ball unglücklich, aber eindeutig mit der Hand gespielt.

PSG-Trainer Thomas Tuchel: "Tut brutal weh"
AP

PSG-Trainer Thomas Tuchel: "Tut brutal weh"

Tuchel nimmt Neymar in Schutz

Den Elfmeter verwandelte United-Angreifer Marcus Rashford in der vierten Minute der Nachspielzeit. Die Red Devils stehen damit erstmals seit 2014 wieder im Viertelfinale. Manchester ist der erste Klub in der Königsklassen-Geschichte, der nach einer Heimniederlage mit mindestens zwei Toren noch weiterkam.

Tuchel nahm Neymar anschließend in Schutz: "Manchmal sagt man Dinge, die man ein paar Stunden später wieder zurücknimmt." Der ehemalige BVB-Trainer selbst sei zwar nach wie vor ein großer Unterstützer des Videobeweises.

Trotzdem konnte er sich nur schwer mit der Situation anfreunden: "Ich hatte den Eindruck, dass der Schuss über das Tor gegangen wäre. Deshalb tut es brutal weh." Der deutsche Coach bezeichnete das 1:3 (1:2) im Rückspiel gegen den englischen Rekordchampion Manchester United als "entsetzlich und grausam".

Den Verlust seines Arbeitsplatzes muss Tuchel offenbar nicht fürchten. "Ich habe Vertrauen in den Trainer und seine Entscheidungen", sagte Klubchef Nasser al-Khelaifi: "Wir müssen uns beruhigen, das Ganze analysieren und schauen, was der Coach will."

bam/sid



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