Neymar-Transfer Justiz lässt Klage gegen Barça-Präsident Rosell zu

Der Präsident des FC Barcelona muss sich vor Gericht verantworten. Ein Vereinsmitglied wirft Sandro Rosell Unterschlagung im Zuge des Transfers von Neymar vor. Der Clubchef weist die Anschuldigung von sich.

Barça-Präsident Rosell: "Jetzt muss es damit genug sein"
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Barça-Präsident Rosell: "Jetzt muss es damit genug sein"


SPIEGEL ONLINE Fußball
Hamburg - Die spanische Justiz hat ein Klagegesuch gegen den Präsidenten des FC Barcelona wegen der Verpflichtung von Neymar zugelassen. Der Ermittlungsrichter Pablo Ruz begründete seine Entscheidung mit dem Verdacht, dass die tatsächlich gezahlten Beträge für den Transfer des brasilianischen Stürmers möglicherweise verschleiert worden seien.

Ein Barça-Mitglied hatte das Klagegesuch vorgelegt und Clubchef Sandro Rosell Unterschlagung zur Last gelegt. Der Verein reagierte empört auf die Anschuldigen, erklärte sich aber zur Kooperation bereit. Rosell äußerte selbst den Wunsch, vor dem Ermittlungsrichter auszusagen.

Der Verein soll im Zuge des Neymar-Transfers falsche Angaben über die Ablösesumme gemacht haben. Nach Club-Informationen zahlte Barça 57,1 Millionen für den brasilianischen Offensivspieler, der im Sommer vom FC Santos zum FC Barcelona gekommen war. An dieser Darstellung hält Rosell fest: "Neymar hat 57,1 Millionen Euro gekostet - Punkt. Ich sage das zum x-ten Mal. Jetzt muss es damit genug sein", erklärte er am Montag.

Nach Informationen der spanischen Zeitung "El Mundo" soll das wahre Transfervolumen deutlich über dem von Rosell genannten Wert liegen, nämlich bei 95 Millionen Euro. Das Blatt beruft sich auf Dokumente, die Barça der Staatsanwaltschaft im Zuge der Ermittlungen vorgelegt haben solle.

buc/dpa

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