WM-Bewerbung Niederländischer Verband wittert Betrug - und will Geld von Fifa zurück

Eine WM-Bewerbung ist teuer. Die Niederlande und Belgien gaben zehn Millionen Euro aus, um das Fußballturnier 2018 zu bekommen - erfolglos. Weil beide Länder offenbar nie eine Chance hatten, hat die Fifa nun ein Problem.

KNVB-Präsident Michael van Praag
AP/dpa

KNVB-Präsident Michael van Praag


Die Fußballverbände der Niederlande und Belgiens wollen möglicherweise die Kosten für die WM-Kandidatur 2018 von der Fifa zurückfordern - aufgrund angeblicher Absprachen beim Weltverband. Das sagte KNVB-Präsident Michael van Praag nach einem Interview des früheren Fifa-Präsidenten Joseph Blatter.

Der 80-jährige Blatter hatte dem niederländischen TV-Sender NOS gesagt, dass die gemeinsame Bewerbung beider Länder von vornherein chancenlos gewesen sei. Demnach sei nach der Weltmeisterschaft 2002 in Japan und Südkorea bei der Fifa intern beschlossen worden, ein WM-Turnier nie mehr in zwei Ländern gleichzeitig austragen zu lassen.

"Zwei Dinge sind möglich: Blatter redet irres Zeug oder wir wurden betrogen", sagte van Praag am Sonntag bei NOS. "Falls Letzteres stimmt, dann ist er bei mir an der falschen Adresse. Wenn wir betrogen worden sind, werden wir etwas gegen die Fifa unternehmen. Wenn es nach mir geht, fordern wir das Geld zurück", sagte der 68-Jährige. Die Niederlande und Belgien investierten etwas mehr als zehn Millionen Euro in die Kandidatur.

Um die WM 2018 hatten sich mit Spanien und Portugal zwei weitere Länder mit einer Doppel-Kandidatur beworben. Sie scheiterten aber ebenso wie England. Den Zuschlag bekam Russland.

bka/sid



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