Kovac vor Saisonfinale "Möchte meinen Vertrag gern erfüllen"

Er könnte das Double holen - doch beim FC Bayern reicht das nicht für eine Jobgarantie. Auf der Pressekonferenz vor dem letzten Spieltag gibt sich Trainer Nico Kovac kämpferisch.

Niko Kovac
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Niko Kovac


In der Debatte um seine Zukunft als Trainer des FC Bayern München hat Niko Kovac sich auf der Pressekonferenz vor dem abschließenden Bundesligaspieltag geäußert. "Ich habe einen Vertrag, der nach dem Sommer noch zwei Jahre geht, und ich möchte den auch gerne erfüllen", sagte der Coach des deutschen Rekordmeisters.

Trotz des Vertrags gibt es Diskussionen um die Zukunft des ehemaligen Trainers von Eintracht Frankfurt. Zuspruch kam laut "Sport Bild" zuletzt immerhin von Präsident Uli Hoeneß. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hatte noch im April gesagt, dass "jeder im Verein liefern müsse". Auch Sportdirektor Hasan Salihamidzic äußerte sich zurückhaltend. Auf die Frage, wie es am Saisonende weitergehe, sagte er kürzlich: "Das werden wir sehen." Kovac selbst äußerte sich nicht konkret zu dem ausgebliebenen Treuebekenntnis.

"Habe gemerkt, wie schwierig es ist, Mensch zu bleiben"

Sollte er den siebten nationalen Titel in Folge jedoch verpassen, dürften die Diskussionen um seine Person weiter andauern. Dann, dies verdeutlichte Salihamidzic bereits, sei es eine "Scheiß-Saison." Allerdings betonte Kovac, dass sein erstes Jahr in München "sehr aufschluss- und lehrreich" gewesen sei.

Zugleich betrieb der 47-Jährige, der im Finale gegen RB Leipzig am 25. Mai auch noch die Chance auf den Pokalsieg hat, Werbung in eigener Sache. "Wir haben nach dem Düsseldorf-Spiel (3:3) eine gute Entwicklung genommen. Es geht in die richtige Richtung. Ich gehe davon aus, dass es auch die nächste Saison so sein wird", sagte er.

Bayern liegt vor dem abschließenden Spieltag zwei Punkte vor Borussia Dortmund. Der BVB trifft am Samstag (15.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) auf Borussia Mönchengladbach. Um den Rekordmeister noch von der Spitze zu verdrängen, muss das Team von Trainer Lucien Favre gewinnen und gleichzeitig auf einen Patzer der Münchner hoffen. Für Dortmund wäre es der 9., für die Bayern der 29. Meistertitel.

bam/dpa/sid



insgesamt 28 Beiträge
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Seite 1
die Stechmücke 16.05.2019
1. Jeder muss liefern,
so der Vorstand, erst dann wird entschieden wie es mit der Person weiter geht. Gilt dieses Prinzip auch für den Vorstand oder reicht es hier die "Muppet Show" zu füttern.
jean-baptiste-perrier 16.05.2019
2. Balla Balla!
Den Verbleib von Kovac jetzt vom Ausgang von zwei Spielen (von ca. 50 insgesamt inklusive Saisonvorbereitung) abhängig zu machen, ist unseriös. Deshalb werde ich niemals einen Vertrag als Trainer bei Bayern München unterschreiben. Also im Ernst: Erstens ist es Fußball - sprich der Ball ist rund. Neben den Leistungen der Mannnschaften spielen häufig Zufall und Willkür (Schiedsrichterfehler) bei der Ergebnisfindung eine Rolle. Zweitens scheint keinem der Vereinsführung der Bayern klar zu sein, dass sie damit Kovac zum Abschuss freigegeben haben. Da braucht es doch nur einen Bayern-Spieler auf dem Feld dem grundsätzlich Kovac' Nase nicht gefällt, das Training zu hart ist, oder sich mehr Spieleinsätze wünscht. Hier mal ein kleiner Fehlpass, da mal ein lauer Zweikampf. Und schon ist man dann Kovac los, da Uli und Kalle dann Kovac wegen Erfolglosigkeit abservieren. Auf die paar hundertausend Euro Extra-Prämie und x-ten Titel kann bei den Gehältern leicht verzichtet werden, wenn man dafür den ungeliebten Trainer los wird. Also an Kovac' Stelle würde ich mir sehr gut überlegen welche Spieler man in den beiden Spielen einsetzt.
RuprechtNikolaus 16.05.2019
3. Bayern München - keine Ausnahme!
Warum sollen bei Bayern München die Uhren anders ticken? - Der Trainer wird dies verstehen!
forky 16.05.2019
4. Âu Mann
Zitat von jean-baptiste-perrierDen Verbleib von Kovac jetzt vom Ausgang von zwei Spielen (von ca. 50 insgesamt inklusive Saisonvorbereitung) abhängig zu machen, ist unseriös. Deshalb werde ich niemals einen Vertrag als Trainer bei Bayern München unterschreiben. Also im Ernst: Erstens ist es Fußball - sprich der Ball ist rund. Neben den Leistungen der Mannnschaften spielen häufig Zufall und Willkür (Schiedsrichterfehler) bei der Ergebnisfindung eine Rolle. Zweitens scheint keinem der Vereinsführung der Bayern klar zu sein, dass sie damit Kovac zum Abschuss freigegeben haben. Da braucht es doch nur einen Bayern-Spieler auf dem Feld dem grundsätzlich Kovac' Nase nicht gefällt, das Training zu hart ist, oder sich mehr Spieleinsätze wünscht. Hier mal ein kleiner Fehlpass, da mal ein lauer Zweikampf. Und schon ist man dann Kovac los, da Uli und Kalle dann Kovac wegen Erfolglosigkeit abservieren. Auf die paar hundertausend Euro Extra-Prämie und x-ten Titel kann bei den Gehältern leicht verzichtet werden, wenn man dafür den ungeliebten Trainer los wird. Also an Kovac' Stelle würde ich mir sehr gut überlegen welche Spieler man in den beiden Spielen einsetzt.
Sie haben definitiv noch nie Fußball gespielt. Kein Fußballer würde auf die zwei nun möglichen Titel verzichten, um seinen Trainer abzuschießen.
maslinar1 16.05.2019
5. Hasan lenkt ab
Es ist nicht nachvollziehbar, warum Kovac umstritten ist. Während man klar gesagt hatte, diese Saison sei eine Übergangssaison, man den Umbau der Mannschaft daher auch eher langsam angehen wollte, gleichzeitig immer noch altgediente Spieler wie Ribery und Robben oben halten wollte, ist nun Kovac umstritten, der kurz davor steht, 2 Titel zu holen. Hasan lenkt halt ab von seiner Verantwortung ab, dass er trotz seines Marionettendaseins auf dem Papier derjenige ist, der die Verantwortung für die Zusammenstellung der Mannschaft hat, trotz der beiden Superschwergewichte Rummenige/Hoeness. Hat halt auch ein wenig Angst sein Job zu verlieren, also ist der Neue, sprich Kovac, der vermeintlich Schuldige. Schuldig, für was eigentlich?
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