Ehemaliger Bayern-Coach Niko Kovac wird neuer Trainer bei der AS Monaco

In der Hinrunde musste er beim FC Bayern gehen, seither wurde Niko Kovac bei verschiedenen Bundesligaklubs gehandelt. Den Trainer zieht es nun allerdings in die französische Ligue 1.
Niko Kovac

Niko Kovac

Foto: Eibner-Pressefoto /EXPA/Adelsberger/ imago images/Eibner Europa

Der frühere Bundesligacoach Niko Kovac wird neuer Trainer des französischen Fußballerstligisten AS Monaco. Der Kroate, der bis November 2019 beim FC Bayern gearbeitet hatte, unterschrieb einen Dreijahresvertrag, wie der Klub bestätigte. Zuvor hatte die französische Zeitung "L'Équipe" darüber berichtet.

Nach zwei enttäuschenden Spielzeiten soll Kovac Frankreichs Meister von 2017 wieder auf Kurs bringen. Der 48-Jährige löst den Spanier Robert Moreno ab, der den Posten erst zum Jahreswechsel übernommen hatte. Viel Vorbereitungszeit bleibt Kovac nicht: Die Saison in Frankreich startet am 23. August, erster Gegner für Monaco ist Stade Reims.

Kovac wird laut Vereinsangaben an diesem Montag sein erstes Training im La Turbie Training Center leiten. Der Kroate war am 3. November 2019 nach einem 1:5 bei Eintracht Frankfurt als Chefcoach des deutschen Rekordmeisters FC Bayern freigestellt worden. Danach wurde er zeitweise mit Hertha BSC und Borussia Dortmund in Verbindung gebracht. Mit den Bayern hatte Kovac in der Spielzeit 2018/2019 die Meisterschaft und den DFB-Pokal gewonnen.

In Monaco hat Kovac viel Arbeit vor sich

Am Nachmittag hatte Monaco zunächst die Trennung von Moreno verkündet - und den Weg für eine mögliche Verpflichtung Kovacs frei gemacht. "L'Équipe" hatte zuvor berichtet, dass Kovac neuer Coach der Monegassen werden solle. Bereits am Samstag sei der 42 Jahre alte Moreno darüber informiert worden, dass die Trennung eingeleitet werde. "Unsere Wege trennen sich früher als erwartet, aber ich möchte Robert Moreno danken, dass er die Herausforderung angenommen hat", sagte Vizepräsident Oleg Petrow.

In Monaco hat Kovac erst einmal viel Arbeit vor sich. Nach Platz 17 in der Spielzeit 2018/2019 enttäuschte der Klub auch in der wegen der Coronavirus-Pandemie abgebrochenen Saison. Der Champions-League-Halbfinalist von 2017 kam in der Ligue 1 nur auf Platz neun. Und er wirkte dabei nicht nur auf dem Platz oftmals ohne richtige Strategie: In den vergangenen zwei Jahren wechselte die AS nun insgesamt fünfmal den Trainer. Vor Moreno hatten auch der frühere Weltklasseprofi Thierry Henry und der zurückgeholte Meistertrainer Leonardo Jardim bei der AS gearbeitet. Jardim war zuvor von 2014 bis 2018 schon Coach gewesen.

mon/dpa
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