Nürnberg - Stuttgart Erleichterte Schwaben

Mit seinen ersten Saisontoren hat der VfB Stuttgart einen Fehlstart in die neue Saison abwenden können.


Endlich: Ioan Viorel Ganea jubelt über das erste Saisontor der Stuttgarter
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Endlich: Ioan Viorel Ganea jubelt über das erste Saisontor der Stuttgarter

Nürnberg - Der VfB Stuttgart hat am vierten Spieltag der Fußball-Bundesliga den langersehnten ersten Saisonsieg erzielt und sich von einer Zentnerlast befreit. Die Elf von Felix Magath gewann am Samstag vor 40.000 Zuschauern bei Aufsteiger 1. FC Nürnberg mit 4:2 (1:1),feierte damit den ersten Auswärtserfolg seit 16 Monaten und bejubelte dabei die ersten Treffer der Saison. "Das war wichtig für das Selbstvertrauen", jubelte Spielmacher Krassimir Balakow, während Magath "sehr erleichtert" war. "Wir wollten hier unbedingt gewinnen. Das frühe Tor hat uns Selbstvertrauen gegeben."

Sarkastischer Augenthaler


Vionel Ganea (4./61.) Jens Todt (58.) und Adhemar (88.) erzielten die Tore für die Gäste zum hochverdienten Sieg gegen die enttäuschenden Gastgeber, die durch Marek Nikl (37.) sowie nach einem Eigentor von Timo Wenzel (50.) zwischenzeitlich sogar geführt hatten. "Ich hätte am liebsten neun oder zehn Mann ausgewechselt, aber das geht leider noch nicht", bilanzierte Trainer Klaus Augenthaler enttäuscht. Keiner seiner Spieler habe Normalform geboten: "Die Zuschauer waren erschienen, wir nicht", so der Coach sarkastisch.

Dabei hatten die Schwaben vor der Partie 298 Minuten auf ein Tor warten müssen. Nach weiteren vier Minuten erlöste Ganea (4.) den Club schließlich. Der Rumäne nahm einen Pass des couragiert über die rechte Seite stürmenden Weißrussen Aliaksandr Hleb aus nächster Nähe direkt auf und ließ Darius Kampa im Gastgeber-Gehäuse keine Chance. Auch in der Folgezeit waren die Franken gegenüber der starken Heimpremiere gegen den SC Freiburg (2:0) nicht wiederzuerkennen. Ohne Ordnung in Defensive und Spielaufbau droschen die Schützlinge von Augenthaler das Leder ein ums andere Mal in die gut gestaffelte Stuttgarter Verteidigung und präsentierten sich erschreckend schwach.

Dagegen zeigten die Gäste ihre bislang beste Saisonleistung, allerdings mit alten Schwächen. Nach sehenswerten Kontern ließen Hleb (13.), sowie zwei Mal Ganea (30., 32.) hochkarätige Chancen aus. Der Club kam nur ein Mal nennenswert vors Tor. Nikl (37.) schaffte prompt per Kopf nach Flanke von Dieter Frey das 1:1. Nach der Pause gingen die Franken zunächst durch ein Eigentor von Wenzel (50.) nach einer turbulenten Strafraumszene in Front. Doch Todt (58.) und erneut Ganea mit einem wunderschönen Heber (61.) schlugen zurück, Adhemar setzte den Schlusspunkt eines erfolgreichen Arbeitstages.

1. FC Nürnberg - VfB Stuttgart 2:4 (1:1)
0:1 Ganea (4.)
1:1 Nikl (38.)
2:1 Wenzel (49., (Eigentor)
2:2 Todt (58.)
2:3 Ganea (61.)
2:4 Adhemar (89.)
Nürnberg: Kampa - Frey (73. Junior), Kos, Johansson, Wiblishauser - Sanneh, Nikl, Jarolim, Müller (78. Krzynowek) - Gomis (76. Hobsch), Michalke
Stuttgart: Hildebrand - Hinkel, Rui Marques, Bordon, Wenzel - Meißner, Soldo, Todt - Hleb (90. Seitz), Balakov (75. Adhemar) - Ganea (84. Tiffert)
Schiedsrichter: Meyer (Braunschweig)
Zuschauer: 40.000
Gelbe Karten: Kos (2), Johansson (2), Müller, Sanneh, Michalke (2) - Soldo (2), Todt



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