Oenning-Nachfolge Hecking neuer Trainer in Nürnberg

Dieter Hecking wird Nachfolger des entlassenen Trainers Michael Oenning beim 1. FC Nürnberg. Er galt als Wunschkandidat des abstiegsbedrohten Vereins und soll das Amt sofort übernehmen. Seinen noch laufenden Vertrag in Hannover löste er vorzeitig auf.
Trainer Hecking: Soll Nürnberg zum Klassenerhalt führen

Trainer Hecking: Soll Nürnberg zum Klassenerhalt führen

Foto: Axel Heimken/ AP

Hamburg - Bundesligist 1. FC Nürnberg hat Dieter Hecking als neuen Trainer verpflichtet. Der frühere Coach von Hannover 96 übernimmt das Amt mit sofortiger Wirkung und erhielt einen Vertrag bis zum Saisonende. Dies bestätigte der Club am Dienstagnachmittag auf einer Pressekonferenz. "Es brennt wieder bei mir. Ich bin heiß auf diese neue Aufgabe", sagte Hecking. Er tritt die Nachfolge von Michael Oenning an, der vom Tabellenvorletzten der Bundesliga nach der vierten Pleite in Folge ohne eigenes Tor entlassen worden war.

Der ehemalige Trainer von Hannover 96 hatte zuvor betont, dass er sich ein Engagement beim 1. FCN unter bestimmten Voraussetzungen durchaus gut vorstellen kann. "Jeder Trainer, der schon mal in der Bundesliga gearbeitet hat, traut es sich zu, einer Mannschaft in einer schwierigen Situation helfen zu können. Ich werde eine neue Aufgabe aber nur dann übernehmen, wenn ich das Gefühl habe, dass alles zusammenpasst. Der Verein muss klare Vorstellungen haben", sagte der 45-Jährige.

"Trainer, der Erfahrung hat, auch im Abstiegskampf"

Präsident Franz Schäfer und Manager Martin Bader haben Hecking in gemeinsamen Gesprächen offensichtlich von ihrem Konzept überzeugt. Laut Bader gehört dazu auch, dass der neue Mann bereit ist, den beim Club eingeschlagenen Jugendkurs weiterzuverfolgen. Außerdem hatte Schäfer erklärt, dass "du einen Trainer brauchst, der Erfahrung hat, auch im Abstiegskampf".

Hecking hat den VfB Lübeck 2003 vor dem Abstieg aus der Zweiten Bundesliga gerettet, in der Saison 2005/2006 führte er Alemannia Aachen in die erste Liga, Hannover 96 schaffte mit ihm nach seiner Amtsübernahme 2007 den Klassenerhalt in der Bundesliga. Mit dem VfB ist er jedoch 2004 auch aus der Zweiten Bundesliga abgestiegen. Beim Club erwartet den neuen Mann viel Arbeit, Nürnberg spielte die schwächste Hinrunde der Vereinsgeschichte.

"Der neue Trainer hat nicht viel Zeit"

"Wir müssen eine Stimmung erzeugen, dass wir die Klasse doch noch halten werden", formulierte Bader die Erwartungen an Hecking. Am 3. Januar beginnt der Club mit dem Trainingslager in Belek (Türkei) die Vorbereitung auf die Rückrunde, am 17. Januar muss er zum Auftakt zu Schalke 04. "Der neue Trainer hat nicht viel Zeit", sagte Präsident Schäfer über Heckings Mission.

Um in Nürnberg anzufangen, löste Hecking nun sein noch laufendes Arbeitspapier bei Hannover auf, wo er im August zurückgetreten war. Bei 96 stand der frühere Bundesliga-Profi (36 Bundesligaspiele, 203 Zweitligaspiele) eigentlich noch bis 30. Juni 2010 auf der Gehaltsliste.

jar/sid
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