Österreich Nationaltrainer Krankl gibt auf

Hans Krankl ist nicht mehr Trainer der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft. Er stehe für die noch ausstehenden WM-Qualifikationsspiele nicht mehr zur Verfügung, erklärte er. Zuvor hatte der Verband bekannt gegeben, den am Jahresende auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern.


Nationaltrainer Krankl: "Werde immer die Daumen drücken"
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Nationaltrainer Krankl: "Werde immer die Daumen drücken"

Wien - Dem Präsidenten des Österreichischen Fußball-Bundes ÖFB, Friedrich Stickler, teilte Krankl heute mit, dass die Landesauswahl ihre beiden WM-Qualifikationsspiele in England (8. Oktober) und gegen Nordirland (12. Oktober) ohne ihn bestreiten müsse. Der 52-Jährige wünschte seinem Nachfolger alles Gute.

Krankl, der in Deutschland den damaligen Zweitligisten Fortuna Köln betreute, hatte am Montag erfahren, dass sein am Jahresende auslaufender Vertrag nicht verlängert wird. Der ÖFB zog damit die Konsequenzen aus der verpassten WM-Qualifikation. In der Gruppe 6 liegt Österreich mit 12 Punkten aus 8 Spielen aussichtslos hinter den führenden Teams aus Polen (24) und England (19) auf Platz 3.

Ausschlaggebend für den vorzeitigen Rücktritt Krankls ist die seit Montag in der Öffentlichkeit laufende Teamchef-Debatte. Er werde dem österreichischen Nationalteam aber "immer die Daumen drücken", erklärte Krankl.

Als aussichtsreichster Kandidat für seine Nachfolge wird derzeit Josef Hickersberger, Trainer von Bayern Münchens Champions-League-Gegner Rapid Wien, gehandelt. Der ehemalige Bundesliga-Profi von Kickers Offenbach und Fortuna Düsseldorf war bereits vom 1. Januar 1988 bis 14. September 1990 Teamchef der rot-weiß-roten Auswahl.



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