Klubchef Kahn zur Kaderplanung beim FC Bayern Lewandowski soll bleiben, Haaland ist »weit weg«

Verlässt Robert Lewandowski den FC Bayern in diesem Sommer? Laut Oliver Kahn kein Thema. Auch Trainer Nagelsmann glaubt nicht an den Abschied der Tormaschine. Und: keine Chance im Wettbieten um Haaland.
Oliver Kahn möchte, dass Lewandowski bleibt

Oliver Kahn möchte, dass Lewandowski bleibt

Foto: Alexander Hassenstein / Getty Images

Oliver Kahn wünscht sich einen langfristigen Verbleib von Robert Lewandowski beim FC Bayern. »Wir wollen, dass er möglichst lange beim FC Bayern München bleibt«, sagte der Münchner Vorstandschef über Stürmerstar Lewandowski im »Doppelpass« bei Sport1. Der deutsche Rekordmeister sei mit dem Weltfußballer im Austausch.

Unter der Woche war der FC Bayern überraschend am FC Villarreal im Viertelfinale der Champions League gescheitert. 

Lewandowski sei nach den jahrelangen Dauererfolgen mit dem FC Bayern aber auch an einem Punkt seiner Karriere, an dem sich der Pole Gedanken mache, bemerkte Kahn. Der Vertrag des 33 Jahre alten Stürmers läuft in München noch bis zum Sommer 2023. Zuletzt wurde über einen vorzeitigen Abschied zum FC Barcelona spekuliert. Kahn hatte aber einen vorzeitigen Wechsel im Sommer ausgeschlossen.

Als möglichen Nachfolger von Lewandowski schloss Kahn eine Verpflichtung des Dortmunder Ausnahmestürmers Erling Haaland unterdessen erneut aus. Das komplette Haaland-Paket sei vor allem finanziell »sehr weit weg von dem, was wir uns vorstellen«, sagte Kahn.

Der 21 Jahre alte Haaland wird vor allem mit einem Wechsel zu Manchester City um Trainer Pep Guardiola in Verbindung gebracht. Der norwegische Nationalspieler kann Dortmund dank einer Ausstiegsklausel in Höhe von 75 Millionen Euro nach dieser Saison verlassen. Zudem dürften hohe Beraterzahlungen fällig werden.

Nagelsmann hat »sehr gutes« Verhältnis zu Lewandowski

Bayern-Trainer Julian Nagelsmann zufolge gibt es zwischen ihm und Lewandowski keine zwischenmenschlichen Probleme. Das Verhältnis sei »sehr, sehr gut«, antwortete Nagelsmann am Sonntag bei DAZN vor dem Bundesligaspiel des Rekordmeisters bei Arminia Bielefeld auf die Frage nach entsprechenden Gerüchten über das Gegenteil. »Wir sind im engen, sehr direkten Austausch. Er ist alt genug, und ich auch, dass wir die Dinge direkt ansprechen könnten, wenn es so wäre.«

Er habe Lewandowski, über dessen Zukunft bei den Bayern wegen des 2023 auslaufenden Vertrags seit Wochen diskutiert wird, zuletzt »auf die Gerüchte angesprochen«, sagte Nagelsmann. »Das hat er sofort verneint. Er hat in einem Interview in Polen mal gesagt, dass er sehr wenig Platz hat vorne, und dass es schwierig ist, viele Tore zu schießen, und er deswegen unzufrieden war.« Das habe aber nichts mit dem Training oder dem Trainer zu tun.

Er habe »nicht dass Gefühl, dass er ein Problem mit mir hat und andersherum ist es auch nicht so«, sagte Nagelsmann.

Zuversicht bei Müller und Neuer

Ende Juni 2023 laufen außerdem die Verträge von Manuel Neuer (36), Serge Gnabry (26) und Thomas Müller (32) aus. Bei Müller ist Kahn nach eigener Aussage »sehr, sehr zuversichtlich, dass wir relativ kurzfristig auch schon was dazu sagen können«. Mit Kapitän Neuer befinde sich der Verein »in sehr, sehr gutem Austausch«, berichtete der Münchner Vorstandschef. Gnabry sei selbst in einem »Prozess des Nachdenkens«.

jan/dpa