Boxen bei Olympia Harutyunyan verpasst Finale - und gewinnt Bronze

Halbfinale verloren, trotzdem Bronze gewonnen: Boxer Artem Harutyunyan konnte sich nicht für das Finale im Weltergewicht qualifizieren. Gegen seinen kubanischen Gegner war der Deutsche chancenlos.
Lorenzo Sotomayor (l.), Artem Harutyunyan

Lorenzo Sotomayor (l.), Artem Harutyunyan

Foto: PETER CZIBORRA/ REUTERS

Für Boxer Artem Harutyunyan ist der Traum von einer Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in Rio geplatzt. Nach seiner Halbfinal-Niederlage gegen den für Aserbaidschan startenden Lorenzo Sotomayor muss sich der 26-Jährige mit Bronze begnügen.

Vor 500 Zuschauern erlitt der deutsche Weltergewichtler bereits in der ersten Runde einen Cut am linken Auge und wirkte daraufhin gehemmt. Zu selten zeigte er die Angriffsfreude, die ihn in die Vorschlussrunde gebracht hatte. Der 13 Zentimeter größere Sotomayor landete anschließend Treffer um Treffer und gewann alle drei Runden deutlich. Der Neffe des kubanischen Hochsprung-Weltrekordlers Javier Sotomayor trifft am Sonntag im Finale der Klasse bis 64 Kilogramm auf den Usbeken Fazliddin Gaibnazarow. Neben Harutyunyan erhält auch der zweite unterlegene Halbfinalist Witali Dunaizew aus Russland Bronze.

Letztmals gewannen deutsche Boxer bei Olympia 1992 in Barcelona durch Torsten May und Andreas Tews Gold. Dank der Bronzeplatzierung von Harutyunyan konnte der Deutsche Boxsport-Verband (DBV) die Zielvereinbarungen mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) erfüllen. Alle fünf weiteren deutschen Faustkämpfer waren zuvor jeweils schon in der ersten Runde ausgeschieden.

lst/sid