Wegen der Familie Hitzfeld lehnte 25-Millionen-Offerte aus China ab

Fußballtrainer Ottmar Hitzfeld hat laut einem Medienbericht ein Rekordangebot aus China abgelehnt - er will sich lieber um seinen künftigen Enkel kümmern.

Ottmar Hitzfeld (Archivbild): Familie ist unbezahlbar
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Ottmar Hitzfeld (Archivbild): Familie ist unbezahlbar


Unter anderem weil er Großvater wird - Deutschlands Meistertrainer Ottmar Hitzfeld hat ein sehr hoch dotiertes Angebot des chinesischen Fußball-Meisters Guangzhou Evergrande abgelehnt. Nach Angaben der Schweizer Zeitung "Blick" hätte der Ex-Trainer von Borussia Dortmund und Bayern München für anderthalb Jahre rund 25 Millionen Euro erhalten - netto und plus Prämien.

"Ja, es stimmt, dass ich in eineinhalb Jahren mehr verdient hätte als in sieben Jahren bei Bayern München", sagte Hitzfeld dem "Blick", ohne über konkrete Zahlen zu sprechen: "Aber in meinem Leben zählen heute mit 66 Jahren andere Sachen - nämlich Gesundheit und die Familie. In einer Woche heiratet mein Sohn Matthias. Im September werde ich zum ersten Mal Opa. Meine Frau und ich haben eine wunderschöne Zeit vor uns."

Guangzhou Evergrande, zuletzt viermal in Folge Meister in China, hat in der Vergangenheit regelmäßig prominente Trainer an Land gezogen. Auf Italiens Weltmeister-Coach von 2006, Marcello Lippi, war dessen WM-Kapitän Fabio Cannavaro gefolgt. Diesen löste statt Hitzfeld nun Luiz Felipe Scolari ab, der mit Brasilien die WM 2002 gewonnen hatte. In der vergangenen Woche gaben die Chinesen rund 16 Millionen Euro für den früheren Hoffenheimer Bundesliga-Profi Demba Ba aus.

Hitzfeld sollte durch dessen ehemaligen Dortmunder Spieler Julio Cesar gelockt werden. Nach "Blick"-Informationen trafen sich die Chinesen mit Hitzfeld in Zürich und reisten ihm danach sogar in den Urlaub nach Mallorca hinterher. Doch der ließ sich nicht erweichen.

ric/sid



insgesamt 27 Beiträge
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Freidenker10 05.07.2015
1.
Gut so! Ich denke, dass Hitzfeld auch ziemlich leer ist und da wäre ein Engagement ich China nicht sehr gesundheitsförderlich. Genießen Sie ihren Ruhestand mit Familie!
rr767 05.07.2015
2.
Recht hat er, der Herr Hitzfeld! Wird auch ohne die China Millionen nicht am Hungertod nagen. Vielen Dank für die schöne Zeit in München und alles Gute für die Gesundheit und das Familienglück! Grüsse aus München
Bueckstueck 05.07.2015
3. Richtig so
Wäre sowieso nur ein Scherz-Engagement in der Fussballprovinz für sehr, sehr viel Geld geworden. So nötig kann ein Ottmar Hitzfeld das gar nicht haben, als das er seinen Ruf auf diese Weise beschädigen und eben den bevorstehenden zweiten Frühling als Grosspapa verpassen würde. Man kann mit Geld halt doch nicht alles und jeden kaufen.
ge1234 05.07.2015
4. Recht hat er....
... der immer noch überaus sympathische Ottmar Hitzfeld. Geld und Erfolge hat/hatte er zur Genüge, insofern kann er jetzt nur noch das machen, was ihn wirklich interessiert und am Herzen liegt. Beneidenstwert, mal einfach so auf 25 Mio., wohlgemerkt für gerade mal 18 Monate, verzichten zu können.
richardheinen 05.07.2015
5.
Hitzfeld hat es nicht nötig, dem vorhandenen Vermögen weiteres hinzuzufügen. Warum auch? Er kann sich an diesem "mehr" gar nicht richtig freuen, es hebt seine Lebensqualitität nicht und er kann es auch nicht ins irgendwann erreichte Jenseits mitnehmen.
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