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22. September 2017, 18:05 Uhr

Trotz Verletzung

BVB kassiert für Dembélé volle Transferprämie

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Kein Preisnachlass für den FC Barcelona: Der spanische Top-Klub muss auch nach der Verletzung von Ousmane Dembélé die vereinbarte Millionensumme an Borussia Dortmund überweisen. Das erfuhr der SPIEGEL.

Entgegen diverser Spekulationen nach der schweren Verletzung des Fußballprofis Ousmane Dembélé wird sich die Ablösesumme, die der FC Barcelona für den Spieler an Borussia Dortmund zahlen muss, nicht verringern. Das hatte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke bereits behauptet, der dem SPIEGEL vorliegende Transfervertrag zwischen den Vereinen bestätigt es. (Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.)

Wie der SPIEGEL in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, müssen die Spanier dem BVB für den 20 Jahre alten Stürmer eine feste Ablösesumme von 105 Millionen Euro überweisen, zahlbar in zwei Raten. Hinzu kommen variable Prämien von höchstens 40 Millionen Euro. Davon fließen jeweils fünf Millionen Euro nach Dembélés 25., dem 50., dem 75. und dem 100. Pflichtspiel. Das geht aus dem am 28. August unterzeichneten Transfervertrag hervor, den die Enthüllungsplattform Football Leaks dem SPIEGEL zur Auswertung zur Verfügung stellte.

Als Grundgehalt erhält Dembélé laut seinem Arbeitsvertrag mit Barça zwölf Millionen Euro. Damit hat sich diese Zahlung im Vergleich zu seinem BVB-Vertrag verfünffacht, womöglich ein entscheidender Grund dafür, warum der Spieler in Dortmund in den Streik trat.

Zudem kassiert Dembélé in Barcelona nun alle möglichen Sonderzahlungen: einen "Special Bonus" in Höhe von 6,7 Millionen Euro; einen "Signing Bonus" in Höhe von drei Millionen Euro. Für das Triple - den Sieg in Champions League, spanischer Meisterschaft und spanischem Pokal - würde Dembélé 3,3 Millionen Euro kassieren. Der FC Barcelona wollte sich zu den Vertragsinhalten nicht äußern.

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