Panama Papers Fifa-Funktionär Damiani legt Amt nieder

Die Veröffentlichungen aus den "Panama Papers" haben weitere Konsequenzen: Pedro Damiani ist nach den jüngsten Vorwürfen zurückgetreten. Die Ermittlungen gegen den Fifa-Ethiker gehen dennoch weiter.

Pedro Damiani
DPA

Pedro Damiani


Fußballfunktionär Pedro Damiani ist mit sofortiger Wirkung von seinem Amt als Mitglied der Fifa-Ethikkommission zurückgetreten. Dies bestätigte die Fifa mittlerweile. Ausschlaggebend für seinen Schritt war die offizielle Einleitung interner Vorermittlungen gegen den Uruguayer zu Wochenbeginn.

Damiani pflegt laut den Enthüllungen verschiedener Medien, darunter die "Süddeutsche Zeitung", Geschäftsverbindungen zu Personen, die im Rahmen des Fifa-Skandals belastet werden. Seine Anwaltskanzlei hat als Großkunde von Mossack Fonseca rund 400 Offshore-Firmen gekauft.

Aus den Panama Papers geht hervor, dass es Verbindungen zwischen Damiani und seinem im Korruptionsskandal geständigen Landsmann Eugenio Figueredo geben soll. Auch zu dem unter Hausarrest stehenden argentinischen TV-Rechtehändler Hugo Jinkis und dessen Sohn Mariano hatte Damiani demnach Kontakt.

Seit ihrer Gründung im Oktober 2006 gehörte Damiani der rechtsprechenden Kammer der Fifa-Ethikkommission unter dem Vorsitz des deutschen Richters Hans-Joachim Eckert an. Die Ermittlungen gegen Damiani gehen trotz seines Rücktritts weiter.

lst/dpa/sid



insgesamt 3 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
dieteroffergeld 06.04.2016
1. Klasse .... oder?
"Die Ermittlungen gegen den Fifa-Ethiker gehen dennoch weiter." Ein sogenannter "FIFA-Ethiker" tritt zurück. Vermutlich aus ethischen Beweggründen. Und mal wieder eine Nachricht, bei der einem schlicht und ergreifend übel wird.
hevopi 07.04.2016
2. Ich möchte nur einmal den Begriff
"FIFA" ohne kriminelle Hintergründe lesen. Was sich da in den letzten Jahren herausgestellt hat und jetzt noch folgt, kann doch nur eine Konsequenz haben: Schließt endlich diese Bude, damit die Abkassierer endlich keinen Zugriff mehr auf die Gelder haben.
Pauli1977 07.04.2016
3. endgültiger Schnitt
"FIFA-Ethiker" ist wie ein "schwarzer Schimmel" - so etwas kann es per se nicht geben. Dieser Verein gehört aufgelöst, ohne wenn und aber, und in den USA neu gegründet; die einzigen, vor welchen solche korrupten Banditen Angst haben, sind das FBI, das amerikanische Justizministerium und die ambitionierten Strafen in den USA. Die Schweiz war zu lange - wie so oft - Kollaborateur und Fluchthelfer.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.