Umstrittener Ex-Profi Di Canio verliert TV-Job wegen Nazi-Tattoo

Er war schon als Spieler wegen seiner rechten Gesinnung umstritten: Jetzt hat der frühere Profi Paolo di Canio seinen Job als TV-Experte verloren. Es waren Bilder von ihm mit einem Nazi-Tattoo aufgetaucht.

Paolo Di Canio
Getty Images

Paolo Di Canio


Paolo di Canio, früherer Kapitän des italienischen Fußball-Erstligisten Lazio Rom, sorgt wegen seiner Sympathien für Rechtsextremismus wieder einmal für Aufsehen. Der TV-Kanal Sky Sport hat beschlossen, den Vertrag mit Di Canio als Fußballkommentator aufzulösen, nachdem im Internet Bilder des Ex-Stürmers mit der Tätowierung "Dux" (Führer) auf dem Arm veröffentlicht wurden.

Damit stellte Di Canio erneut seine Bewunderung für den faschistischen Diktator Benito Mussolini zur Schau. "Obwohl wir Di Canios Kompetenz schätzen, haben wir uns einvernehmlich zur Aussetzung der Zusammenarbeit beschlossen", sagte Jacques Raynov, Vizepräsident von Sky Sport, am Mittwoch.

Di Canio ist seit Jahren wegen seiner rechten Gesinnung bekannt. 2005 hatte er im römischen Olympiastadion einen Torjubel mit dem "Römischen Gruß" der ehemaligen Mussolini-Faschisten begangen.

Di Canio als Lazio-Profi mit der provozierenden Geste
REUTERS

Di Canio als Lazio-Profi mit der provozierenden Geste

aha/sid



insgesamt 11 Beiträge
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SeasickSteve 15.09.2016
1. Falsches Tattoo, Paolo, ...
mit einer AK47 auf dem "Prada Meinhof" T-Shirt oder der Karikatur des von den BR ermodeten Aldo Moro auf dem Oberarm hättest Du zumindest noch 'n Job beim WDR bekommen ...
mr.brand 15.09.2016
2. ...lächerlich!
Zitat von SeasickStevemit einer AK47 auf dem "Prada Meinhof" T-Shirt oder der Karikatur des von den BR ermodeten Aldo Moro auf dem Oberarm hättest Du zumindest noch 'n Job beim WDR bekommen ...
...alleine der Vergleich hinkt doch! - Sie haben sich intellektuell gerade selbst disqualifiziert! Jedoch ist es immer wieder interessant zu sehen wie einige Foristen hier wieder und wieder relativieren müssen um der eigenen politischen Gesinnung Streicheleinheiten zu gewähren...Warscheinlich hätten Sie auch kein Problem damit wenn Oliver Kahn mit einem Hakenkreuz-Tattoo durch TV Studio spaziert ... Einen wie Boateng würden Sie aber wohl nicht einmal mit Hakenkreuz-Tattoo als Nachtbarn haben wollen - gelle!?
stachelwatz 15.09.2016
3. Ich wundere mich
Meines Wissens habe ich schon vor Jahren - vermutlich noch zu seinen aktiven Zeiten - von dem Tattoo gelesen. Er hätte den Job (auch aufgrund seiner faschistischen Gesten) gar nicht bekommen dürfen. Vermutlich ist etwas anderes vorgefallen und man hat eine offizielle Begründung benötigt.
sparrenburger 15.09.2016
4. @seasick steve
Klasse Komentar. Schön zu lesen dass Sie nichtmal zwischen Täter und Opfer unterscheiden können s. Beispiel A.M.
frank_w._abagnale 15.09.2016
5. Zweierlei Maß....
Gilt das Prinzip der freien Meinungsäußerung eigentlich nicht mehr....? Wäre er mit einem Stalin-Tattoo oder einen ACAB-Schriftzug auch gefeuert worden?
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