Nach den Terroranschlägen von Paris Belgien sagt Testspiel gegen Europameister Spanien ab

Es ist offenbar zu gefährlich: Belgien spielt am Dienstagabend nicht gegen Spanien, ein geplantes Testspiel gegen den Europameister wurde abgesagt. Man wolle kein Sicherheitsrisiko für Spieler und Fans eingehen, teilte der Verband mit.

Belgiens Spieler Hazard (l.), De Bruyne: Kein Spiel gegen Spanien
AFP

Belgiens Spieler Hazard (l.), De Bruyne: Kein Spiel gegen Spanien


Nach den Terroranschlägen von Paris hat der belgische Fußball-Verband das Testspiel seiner Nationalmannschaft gegen Europameister Spanien abgesagt. Die Partie sollte am Dienstagabend im Stadion Roi Baudouin in Brüssel stattfinden. Mit seiner Absage reagierte der Verband auf die Anhebung der Terrorwarnstufe in Belgien.

"Wir bedauern zutiefst, dass ein solches Freundschaftsspiel zwischen zwei motivierten Teams so spät abgesagt wird, und wir verstehen die Enttäuschung vieler Fans. Unter Berücksichtigung der außergewöhnlichen Umstände können wir jedoch keinerlei Sicherheitsrisiko für unsere Spieler und Fans eingehen", teilte der Verband mit. Zu dem Spiel waren 50.000 Zuschauer erwartet worden.

Deutschland-Spiel findet statt

Anders hatten sich zuvor der deutsche und der französische Verband entschieden: Die Partie der deutschen Nationalmannschaft gegen die Niederlande am Dienstagabend in Hannover (20.45 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) findet statt. Ebenso das Spiel der französischen Nationalmannschaft gegen England in London. Deutschland und Frankreich hatten am Freitag im Stade de France gegeneinander gespielt, als Paris von einer Anschlagsserie mit mindestens 132 Toten und Hunderten Verletzten erschüttert wurde.

Die belgische Regierung hatte die Warnstufe auf drei heraufgesetzt. Auf der vierstufigen Skala bedeutet dies, dass eine Bedrohung als "möglich und wahrscheinlich" angesehen wird. Am Montag waren unter anderem gegen zwei Terrorverdächtige in Belgien Haftbefehle erlassen worden. Der Brüsseler Stadtbezirk Molenbeek gilt als Islamistenhochburg.

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insgesamt 8 Beiträge
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kastenmeier 17.11.2015
1.
M. E. eine gute und mutige Enstcheidung in Tagen, in denen man das Gefühl hat, jeder Verzicht auf Massenveransaltungen wird als Einknicken vor dem Terrorismus verachtet. Richtigerweise wird ständig betont, dass es totale Sicherheit nicht gibt. Eine Gesellschaft wie unsere ist bestimmter willkürlicher Gewalt ziemlich hilflos ausgeliefert, da wir unsere Rechtsstaatlichkeit auch im Falle großer Bedrohung nicht aufgeben - richtig so. Folglich muss aber auch jeder das Recht haben, das eigene Maß der Vorsicht selbst zu bestimmen und muss sich keiner Angst schämen. Er ist dadurch dem Terror nicht weniger überlegen.
seamanslife 17.11.2015
2. das ist auch richtig so und
dafür können wir uns auch bei den Herrschern der Golfstaaten bedanken die den IS unterstützen. Die WM 2022 in Katar dürfte wohl unter diesem Aspekt gesehen in den Sternen stehen wenn in Europa schon ein Testspiel aus Sicherheitsgründen abgesagt wird, obwohl sich einige südlich der Mainlinie für eine Rolex am Handgelenk ziemlich weit aus dem Fenster gelegt haben.
jjcamera 17.11.2015
3. peinlich
Die Vermengung von Sport mit politischen Zielen ging schon immer in die Hose. Das gilt auch für Deutschland gegen Niederlande. Sportler werden gerne von Journalisten dazu ermutigt, ihre Bekanntheit zu nutzen, um sich zu gesellschaftlichen Dingen, zu Religion oder Politik zu äußern. Das ist ebenfalls meistens eher peinlich.
zamparonio 17.11.2015
4.
Richtig so. Belgien scheint die Brutzelle des Terrorismus zu sein und die haben ihr Land wohl nicht im Griff. Brüssel ist ja auch die Hauptstadt Europas und hat es nicht im Griff. Dann passt ja alles zusammen. Bevor nicht jede Menge von den Irren eingesperrt wurden dürfte überhaupt kein Fußballspiel stattfinden. Viel zu gefährlich. Oder man riegelt halt komplett ab und lässt keinen mit Zottelbart oder verdächtigem Aussehen rein. Das ist dann halt so. Wie im Krieg. Und ich sehe wir sind im Krieg. Wenn das kein Krieg ist den die da angezettelt haben, was ist es dann ? Ein Ponyhof ?
spon-facebook-10000216344 17.11.2015
5. schade
aber vermutlich ist es die bessere Wahl. Ansonsten ist kuschen nicht meine erste Wahl sondern Auge um Sehvermögen, Zahn um Gebiss usw. Kappt diesen kulturlosen Massenmörden alle elekronischen Möglichkeiten ihre Hassparolen ins Netz zu stellen und schickt alle diese Wirrrköpfe mit einem EMP ins Steinzeitalter zurüch, wo sie sich offensichtlich wohlfühlen. Ansonsten hilft nur knallharte polizeiliche Arbeit, wofür bitte in Europa die entsprechenden Stellen wiederhergestellt müssen. Sparen hier öffnet dem Terror Tür und Tor!
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