»Rolle eines Präsidenten, sein Land zu verteidigen« Macron riet PSG-Star Mbappé, in Frankreich zu bleiben

Lange sah es bei Kylian Mbappé nach einem Wechsel zu Real Madrid aus – doch dann verlängerte der Fußballstar überraschend bei PSG. Nun gestand Frankreichs Präsident Macron: Er war daran offenbar nicht unbeteiligt.
Präsident Emmanuel Macron mit Kylian Mbappe bei der Fußball-WM 2018

Präsident Emmanuel Macron mit Kylian Mbappe bei der Fußball-WM 2018

Foto: O. Behrendt / Contrast / IMAGO

Ob Frankreichs Präsident Emmanuel Macron wirklich einen entscheidenden Anteil am Verbleib von Fußball-Star Kylian Mbappé bei Paris Saint-Germain hatte, bleibt wohl offen. Aber zumindest war Macron anscheinend nicht ganz unbeteiligt.

»Ja, ich hatte ein Gespräch mit Kylian Mbappé, einfach um ihm zu raten, in Frankreich zu bleiben. Auf informelle und freundliche Weise gesagt, ist es die Rolle eines Präsidenten, sein Land zu verteidigen«, sagte Macron in einem Interview (Samstag), das er mehreren regionalen Tageszeitungen gab, darunter »Le Parisien-Aujourd'hui en France«. »Aber ich kann Sie beruhigen, ich mische mich nicht in irgendwelche Transfers ein.«

Dabei ist Macron gar kein Fan des Hauptstadtklubs, sondern von Olympique Marseille. »Ich bin wie jeder Bürger, wenn es um Sport geht: Ich will ein schönes Spiel sehen und eine Mannschaft unterstützen, in diesem Fall Olympique Marseille«, sagte der 44-Jährige.

Mbappé hatte seine Vertragsverlängerung bei PSG auch mit seiner Verwurzelung in Frankreich begründet. »Ich bin Franzose und bleibe in Frankreich«, sagte der 23-Jährige. Er hatte zuvor bereits bestätigt, dass er sich mit Macron zu seiner Zukunft beraten habe und seine »guten Ratschläge« schätze.

Mbappé hatte seinen Kontrakt bei den Parisern bis 30. Juni 2025 verlängert, obwohl es lange nach einem Wechsel zu Real Madrid aussah. Der Weltmeister soll laut spanischen Medien ein Handgeld von bis zu 300 Millionen Euro bekommen haben. In anderen Medien werden Summen von 130 und 200 Millionen Euro kolportiert. »Ich bin überzeugt, dass ich weiter bei einem Klub wachsen kann, der alles Notwendige bietet, um auf dem höchsten Level Leistung zu bringen«, sagte Mbappé.

Mbappé war 2017 zunächst auf Leihbasis von der AS Monaco nach Paris gewechselt, ein Jahr später verpflichtete der aus Katar finanzierte Klub den Stürmer für 145 Millionen Euro fest. Mit PSG gewann Mbappé in dieser Saison zum vierten Mal die französische Liga, der ersehnte Sieg in der Champions League blieb jedoch bislang aus. In 216 Pflichtspielen für den Klub gelangen dem Stürmer 168 Tore und 87 Vorlagen. Mit der französischen Nationalmannschaft hatte Mbappé 2018 in Russland den WM-Titel gewonnen.

ara/dpa
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