Neururer nach Herzinfarkt "Ich war tot"

Peter Neururer ist bei seinem Herzinfarkt Anfang Juni nur knapp dem Tod entkommen. "Ich hatte keinen Herzschlag mehr, war schon weg", sagte er jetzt in einem Interview. Trotz seiner angeschlagenen Gesundheit will der 57-Jährige schon bald wieder als Trainer arbeiten.
Fußballtrainer Neururer (Archivbild): "Wenn ich Arbeit habe, ist das für mich wie Urlaub."

Fußballtrainer Neururer (Archivbild): "Wenn ich Arbeit habe, ist das für mich wie Urlaub."

Foto: dapd

Hamburg - Peter Neururer ist auf dem Weg der Besserung. An seinen Herzinfarkt, den der Fußballtrainer am 9. Juni beim Golfspielen in Gelsenkirchen erlitten hatte, hat er aber keine Erinnerung mehr.

"Ich weiß nichts mehr davon. Null. Mir fehlen vier Tage. Drei davon war ich im Koma. Ich hatte keinen Herzschlag mehr, war schon weg. Ja, ich war tot", sagte der Neururer der "Sport Bild". Sein Leben verdanke er seinem Golfpartner Dieter Rüdig, der mit einer Herzmassage Erste Hilfe geleistet habe. Als Konsequenz will der Coach nun mit dem Rauchen aufhören.

Neururer setzt sich ehrgeizige Ziele: Am 1. Juli wolle er schon wieder fit sein, um als Trainer arbeiten zu können. Seit seiner Entlassung beim MSV Duisburg im Oktober 2009 ist Neururer ohne Trainer-Job. "Das belastet mich", so der 57-Jährige. "Wenn ich Arbeit habe, ist das für mich wie Urlaub." Er ist überzeugt: "Wenn ich einen Job gehabt hätte, wäre es nicht passiert."

Auch ein Engagement bei einem Drittligisten schließt Neururer nicht mehr aus. "Wenn Rot-Weiß-Essen in die dritte Liga aufsteigt, wäre das interessant." Dort begann seine Trainerlaufbahn im bezahlten Fußball im September 1987. Seine Zeit bei den Essenern endete aber nach zwei Monaten schon wieder. Seither saß Neururer bei zwölf verschiedenen Vereinen auf der Trainerbank, unter anderem bei Schalke 04, Hannover 96, dem 1. FC Köln und VfL Bochum.

syd
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