Ex-Trainer Neururer will Sportdirektor auf Schalke werden

Vom Trainer zum Sportvorstand? Peter Neururer will anscheinend Horst Heldt beerben und bringt sich selbst als Sportdirektor auf Schalke ins Spiel. Erste Tipps habe er Aufsichtsratschef Clemens Tönnies schon gegeben.
Trainer Neururer: "Das wäre genau mein Ding"

Trainer Neururer: "Das wäre genau mein Ding"

Foto: Roland Weihrauch/ dpa

Peter Neururer hat schon so einige Trainerjobs gehabt. Meist endete seine Engagement bei einem Klub, weil er gefeuert wurde. Wie bei Hertha BSC oder zuletzt beim VfL Bochum. Vor Kurzem war er als Nachfolger von Tayfun Korkut bei Hannover 96 im Gespräch. Doch Neururer selbst scheint ganz andere Pläne zu haben: In einem Interview des "kicker" brachte er sich als Alternative zu Schalkes Sportvorstand Horst Heldt ins Gespräch.

"Sportdirektor auf Schalke, das wäre hochinteressant", sagte Neururer. 25 Jahre ist es her, dass sein eineinhalbjähriges Trainer-Engagement bei den Königsblauen endete. "Wenn es um den Sport geht und den kommunikativen Bereich, dann sofort. Das wäre genau mein Ding." Das entbehrt nicht einer gewissen Ironie, denn Zweitligist Bochum trennte sich von seinem Trainer wegen "vereinsschädigender Äußerungen".

Nach eigenen Angaben hat Neururer Schalkes Aufsichtsratschef Clemens Tönnies auch schon Empfehlungen für die Überwindung der Probleme in der abgelaufenen Saison und der Schwierigkeiten im Verhältnis zu den Fans gegeben. "Es wäre an der Zeit, durch Mentalität eine Menge Energie freizumachen, das habe ich mit Clemens Tönnies besprochen", sagte Neururer.

Ruhrgebiets-Vereine wie Schalke und Bochum, den Neururer 2004 als Trainer sogar in den damaligen Uefa-Pokal (heute Europa League) geführt hatte, hätten "ihre erfolgreichsten Zeiten" gehabt, "als die richtige Mentalität da war und eine straffe Führung. Das muss man leben", sagte Neururer und teilt damit gegen Heldt aus. Tönnies hingegen ist aus Neururers Sicht der richtige Mann auf Schalkes Kommandobrücke: "Der weiß, wie Schalke geht."

Neururer sorgt mit seiner Aussage im Vorfeld der Mitgliederversammlung des FC Schalke für zusätzlichen Wirbel. Heldt muss nach dem enttäuschenden Ergebnis der abgelaufenen Spielzeit mit Kritik der verärgerten Mitglieder rechnen. Die Verpflichtung von Trainer André Breitenreiter als Nachfolger von Roberto Di Matteo gilt als letzte Chance des Ex-Profis.

mrr/sid
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