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03. Dezember 2017, 12:27 Uhr

Nach Unentschieden auf Schalke

Köln trennt sich von Trainer Stöger

Der 1. FC Köln und Trainer Peter Stöger gehen getrennte Wege. Der Österreicher verabschiedete sich nach dem 2:2 auf Schalke von seiner Mannschaft. Vorübergehend übernimmt U19-Coach Stefan Ruthenbeck.

Peter Stöger ist nicht mehr Trainer des 1. FC Köln. Das gab der Verein auf einer Pressekonferenz am Mittag bekannt. Als Interimstrainer steht der bisherige U19-Coach Stefan Ruthenbeck bereit, der vom ehemaligen Profi Kevin McKenna unterstützt werden soll.

"Wir sind in der Verantwortung, alles zu versuchen, um den Klassenerhalt doch noch zu erreichen", begründete FC-Präsident Werner Spinner die Entscheidung. "Deshalb halten wir es in der aktuellen Situation für unabdingbar, auf der Trainerposition ein Signal zu setzen, auch wenn uns diese Entscheidung sehr schwer fällt und wehtut", fügte er hinzu.

Die Entscheidung sei bereits vor der Partie auf Schalke gefallen, sagte Stöger. "Es ist im Sinne des Klubs und vor allem der Mannschaft, dass jetzt eine Entscheidung getroffen wurde und Klarheit herrscht", sagte er.

Der "Express" wollte unmittelbar nach dem 2:2 der Kölner auf Schalke bereits erfahren haben, dass sich Stöger und sein Co-Trainer Manfred Schmid noch auf dem Rasen von der Mannschaft verabschiedet hatten.

Zudem sollen Kurznachrichten an die Handys der Spieler und Mitarbeiter verschickt worden sein mit dem Wortlaut: "Peter und Manni werden ab sofort nicht mehr unsere Trainer sein." Sowohl Stöger als auch FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle dementierten die Trennung zwar noch am Samstagabend, stellten aber eine baldige Entscheidung in Aussicht.

Stöger hatte sich schon länger "eine klare Lösung" in Bezug auf seine Position beim 1. FC Köln gewünscht - und so seinen Abgang forciert. Wenn er in Interviews nach seiner Zukunft befragt wurde, berief sich Stöger stets auf den laufenden Vertrag und forderte aber - auch im Sinne der Spieler und des Vereins - ein klares Bekenntnis seiner Vorgesetzten. Die Vereinsverantwortlichen hatten sich aber geweigert, dem Trainer langfristig das Vertrauen auszusprechen.

Mit Stögers Abgang endet in Köln das erfolgreichste Kapitel der jüngeren Vereinsgeschichte. Nachdem zwischen 2009 und 2013 sechs verschiedene Trainer beim FC unter Vertrag standen, waren durch Stöger im Sommer 2013 Ruhe und Kontinuität eingekehrt. Der Österreicher hatte die Mannschaft in der Zweiten Bundesliga übernommen und bis in die Europa League geführt.

Nach dem katastrophalen Start in die laufende Saison mit fünf Niederlagen aus den ersten fünf Spielen und nur drei Punkten nach 14 Partien schien die Trennung unvermeidbar. Probleme innerhalb des Vereins hatten sich schon abgezeichnet, als Geschäftsführer Jörg Schmadtke im Oktober seinen Vertrag aufgelöst hatte. Stöger und Schmadtke hatten über Jahre eng und erfolgreich zusammengearbeitet.

Das nächste Spiel steht bereits am Donnerstag an. Köln hat in Serbien die Chance, mit einem Sieg gegen Roter Stern Belgrad in die Zwischenrunde der Europa League einzuziehen.

mmm/dpa/sid

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