Panne in Hamburg Ordner erkannte HSV-Star Lasogga nicht - und wollte ihn abführen

Der verletzte HSV-Angreifer Lasogga wollte beim Siegtreffer von Luca Waldschmidt gegen Wolfsburg mitfeiern, doch ein Ordner hielt ihn für einen Platzstürmer - und wollte ihn vom Rasen drängen.

Pierre-Michel Lasogga (2. von rechts)
DPA

Pierre-Michel Lasogga (2. von rechts)


Man kann nicht behaupten, dass Pierre-Michel Lasogga beim Hamburger SV eine glänzende, konstante Karriere hingelegt hat. Dennoch ist der Name des bulligen Angreifers wahrscheinlich jedem Hamburger Fan geläufig, immerhin war er es, der dem HSV zweimal in höchster Not half: 2014 brachte sein Tor in der Relegation den Klassenerhalt. Und am vergangenen Wochenende legte er mit seinem Treffer auf Schalke den Grundstein für den erfolgreichen Ligaverbleib am 34. Spieltag.

Doch das reicht offensichtlich nicht, um im Volksparkstadion von jedem erkannt zu werden. Nach dem 2:1 (1:1)-Siegtreffer gegen Wolfsburg von Luca Waldschmidt am Samstag wurde Lasogga von einem Ordner festgehalten und anschließend unsanft vom Feld geführt. Der Angreifer hatte aufgrund einer Verletzung nicht an der entscheidenden Partie teilgenommen, stand jedoch in Straßenkleidung in der Nähe der HSV-Bank und feierte zunächst mit Waldschmidt - bevor die Ordner eingriffen.

Auch Angreifer Aaron Hunt, Talent Finn Porath und Pressechef Till Müller sollten vom Platz geführt werden. Die Beteuerungen Lasoggas, er sei HSV-Spieler, halfen zunächst nicht. "Nach dem Tor wollten einige Fans vor lauter Emotionen über den Zaun springen. Deshalb kamen Ordner dorthin, um dies zu verhindern", sagte Pressechef Müller dem SPIEGEL.

"Ich weiß gar nicht genau, ob tatsächlich Fans im Innenraum waren", sagte Müller weiter: "Jedenfalls haben uns die Ordner für einen kurzen Moment für Fans gehalten, da wir in Zivil gekleidet waren. Sie wollten verhindern, dass wir zur HSV-Bank zurücklaufen." Erst als Sicherheitskräfte hinzukamen, die die HSV-Spieler erkannten, klärte sich die Situation.

Einige Minuten später mussten die HSV-Ordner ihr Vorhaben, Fans vom Rasen fernzuhalten, gänzlich aufgeben: Tausende HSV-Anhänger stürmten nach dem Abpfiff und dem Klassenerhalt auf den Platz um zu jubeln, Sefies zu machen oder sich ein Stück Rasen - und in einem Fall sogar die Torstange - als Souvenir zu sichern.

Aaron Hunt (4. von links)
Getty Images

Aaron Hunt (4. von links)

bka/buc



insgesamt 35 Beiträge
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Seite 1
GvC 21.05.2017
1. Kann ja jeder behaupten ...
er sei HSV-Spieler, bei dem Rumpelfußball schafft das wahrscheinlich auch jeder, da mitzuspielen ... :-))) Aber Glückwunsch zum Klassenerhalt, da hat Werder ja schon die ersten 6 Punkte in der neuen Saison sicher!
keep 21.05.2017
2. Ja, dieser Lasogga..
...meine sehr verehrten Damen und Herren, der ist ja ein Lausbub, ein Frechdachs. Donnerwetter! Ich sags Ihnen ganz ehrlich: Der Lasogga braucht neue Klamotten, den muss man neu einkleiden, mehr Eleganz, mehr Nonchalance, ja dann hätten auch die frechen Ordner g´schaut und g´sagt: Donnerwetter, unser Lasogga! Ein Mann von Welt! Brrima!
sekundo 21.05.2017
3. Das passt
wie die berühmte Faust auf's Auge! Bei dem Verein herrscht tatsächlich Verwirrung ALLERorten!!!
ich-geb-auf 21.05.2017
4. Unprofessionell!
was der HSV da macht, wieso kann man offiziellen Leuten nicht einen Ausweis mit Band zum unhängen geben, wie man es bei jeder großen Veranstaltung kennt? Der Ordner hat alles richtig gemacht, für den Hungerlohn von ca 8,65€ kann man nicht noch erwarten, dass er sich alle HSV Spieler einprägt und vor allem nicht wenn die noch ne Cap aufhaben und kein Trikot mit Ihrem Namen.. obwohl.. es gibt auch Fans, die Trikots mit Namen haben ;)
dns82 21.05.2017
5. Karmathese
Ich vertrete ja folgende These: Durch sein unfaires, ja unsportliches Verhalten im Relegationsspiel gegen Fürth, hat Herr Lasogga eine nicht unerhebliche Portion karmische Schuld auf sich geladen. Die gilt es nun nach und nach abzugelten. Der Anfnag wäre gemacht!
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