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Rot gegen Mohamad: Der Platzverweis in Bildern

Foto: Lars Baron/ Bongarts/Getty Images

Platzverweis für Kölner Mohamad In 87 Sekunden zu Rekord-Rot

Auf diesen Rekord hätte Kölns Youssef Mohamad sicher gern verzichtet: Nicht einmal anderthalb Minuten stand der Verteidiger auf dem Platz, da musste er wegen einer Notbremse zum Duschen. Am Ende hatte sogar der Schiedsrichter Mitleid mit dem Rotsünder.

Hamburg - Youssef Mohamad ist seit dem Bundesliga-Auftakt einsamer Rekordhalter, aber einer der unrühmlichen Art. Schon nach 87 Sekunden schickte Fifa-Schiedsrichter Felix Brych den Profi des 1. FC Köln beim Saisonstart gegen Kaiserslautern (1:3) mit einer Roten Karte vom Feld. Sein Foul gegen Lauterns Österreicher Erwin Hoffer wertete der Referee als Notbremse. Es ist bereits der dritte Erstliga-Platzverweis für den Innenverteidiger aus dem Libanon.

"Wenn ich Foul pfeife, habe ich keine andere Wahl. Die Regeln geben mir da keinen Spielraum", sagte Brych über seine Entscheidung. Mit seinem Blitzfoul unterbot Mohamad die bisherige "Bestmarke" des Mainzers Andreas Ivanschitz locker. Dieser hatte Anfang April in der Partie beim 1. FC Nürnberg nach 188 Sekunden die Rote Karte gesehen.

Unumstritten war Brychs Entscheidung jedoch nicht, naturgemäß haderten die Kölner Fans mit der frühen Schwächung ihrer Mannschaft. Der Rotsünder selbst verweigerte eine Stellungnahme, anders Kölns Manager Michael Meier: "Sehr strittig" sei die Szene gewesen, weil Mohamad keine bewusste Foulbewegung gemacht habe.

Anders bewertete Brych die Situation, aus Sicht des Schiedsrichters hatte Mohamad mit seiner Aktion eine klare Torchance verhindert. "Da bin ich in den Regeln gefangen", so Brych. Ein wenig Mitleid hatte er dann aber doch mit dem neuen Rekordhalter: "Nach zwei Minuten - das ist hart."

jok/dpa