Poker um Makaay Bayern hat die schlechteren Karten

Die Chancen von Bayern München auf eine Verpflichtung des niederländischen Nationalstürmers Roy Makaay von Deportivo La Coruna sind gesunken. Spitzenvertreter beider Clubs zeigten sich nach einem Treffen skeptisch.


Die Verhandlungen um Bayerns Wunschstürmer Roy Makaay ziehen sich in die Länge
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Die Verhandlungen um Bayerns Wunschstürmer Roy Makaay ziehen sich in die Länge

Madrid - "Das Angebot der Bayern ist sehr weit weg von den Zahlen, die wir genannt haben", sagte Deportivo-Präsident Augusto Lendoiro nach einem Termin mit den Bayern-Vorständen Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß. Hoeneß hatte während der Verhandlungen versucht, durch ein Ultimatum den Druck auf Lendoiro zu erhöhen.



"Wir haben drei Stunden zusammen gesessen und Herrn Lendoiro ein verbessertes Angebot gemacht. Wir haben ihm gesagt, wir wollen bis nächste Woche eine Entscheidung haben. Aber er hat uns wenig Hoffnung gemacht," äußerte sich der Bayern-Manager nach dem Treffen enttäuscht.

Laut Rummenigge sind die Münchner bereit, bis zu 15 Millionen Euro für den Torschützenkönig der Primera Division zu zahlen. Der finanziell angeschlagene galizische Klub soll dagegen mindestens 10 Millionen Euro mehr fordern. Nach Informationen der Müchener Tageszeitung "tz" haben die Bayern ihr Angebot inzwischen auf 18 Millionen Euro nachgebessert.

Sollten sich die Vereine auf eine Ablösesumme einigen, stünde dem Transfer nichts mehr im Wege. Der FC Valencia und der FC Barcelona, die ebenfalls ihr Interesse an Makaay bekundet hatten, waren schon vorher aus dem Poker ausgestiegen. Rummenigge hatte bereits vergangene Woche erklärt, dass sich der FC Bayern mit dem Spieler Makaay einig sei.



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