Präsident von Costa Rica "Sieg wäre ein Wunder"

Der Staatschef Costa Ricas, Oscar Arias Sanchez, glaubt nicht an einen Sieg seiner Nationalmannschaft im WM-Eröffnungsspiel gegen Deutschland. Weniger Respekt vor dem Gastgeber zeigte allerdings ein Mitarbeiter der Botschaft Costa Ricas in Berlin.


Berlin - "Ein Sieg wäre für uns ein Wunder", sagte Arias heute morgen bei einem von der Deutschen Welle organisierten Pressegespräch in Berlin. Der Präsident des mittelamerikanischen Landes wird am Abend zusammen mit Kanzlerin Angela Merkel dem Eröffnungsspiel der WM in München (18 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) beiwohnen.

Oscar Arias: "Ich drücke die Daumen"
AP

Oscar Arias: "Ich drücke die Daumen"

"Wir spielen gegen eine sehr gute Mannschaft", gab Arias zu Bedenken. Dennoch werde er natürlich die Daumen drücken und auf einen Sieg hoffen. In der Vergangenheit habe Costa Rica gute Leistungen gezeigt. Das erwarte er auch heute.

Der Gesandte Botschaftsrat Costa Ricas in Berlin, Esteban Penrod, gab sich weniger bescheiden. Unter der Schlagzeile "Warum Deutschland heute verliert" führt er im "Tagesspiegel" sieben Gründe für eine deutsche Niederlage an. So verliere der Gastgeber immer das Eröffnungsspiel. Außerdem werde Costa Rica in Deutschland unterschätzt. Der große Druck, unter dem die Deutschen stünden, sei ein weiterer Vorteil für die Costa-Ricaner. Der Trainer sei Brasilianer und ein "exzellenter Fußballkenner". Schließlich sei da noch Ballacks Wadenproblem.

Die Costa-Ricaner hingegen werden wohl in Bestbesetzung antreten. Das gestrige Abschlusstraining konnten auch die zuvor als verletzt gemeldeten Mauricio Solís, Gilberto Martínez und Stammtorhüter José Porras absolvieren.

cvo

Korrektur: Esteban Penrod wurde zunächst als Botschafter bezeichnet. Er ist jedoch nur Gesandter Botschaftsrat.



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