US-Investoren vor Übernahme von Fußballklub Britische Regierung genehmigt Kauf des FC Chelsea

Die finanzielle Zukunft des FC Chelsea ist nach den Sanktionen gegen Ex-Eigner Abramowitsch vorerst gesichert. Ein US-Konsortium darf den Premier-League-Klub übernehmen.
Fans des FC Chelsea beim FC-Cup-Finale (am 14. Mai)

Fans des FC Chelsea beim FC-Cup-Finale (am 14. Mai)

Foto: Kirsty Wigglesworth / AP

Die britische Regierung hat die Übernahme des englischen Fußball-Erstligisten FC Chelsea durch ein Konsortium um den US-Geschäftsmann Todd Boehly genehmigt. Der Preis für den Londoner Klub um Trainer Thomas Tuchel und die DFB-Nationalspieler Timo Werner und Kai Havertz beträgt 4,25 Milliarden Pfund (knapp fünf Milliarden Euro).

Es sei sichergestellt, dass das Geld nicht dem bisherigen Eigentümer Roman Abramowitsch zugutekomme, betonte die Regierung. Vielmehr sollen damit Kriegsopfer in der Ukraine unterstützt werden.

Der russische Oligarch war wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine mit Sanktionen belegt worden. Zuvor hatte auch die Premier League dem Deal zugestimmt.

Auch Schweizer Milliardär dabei

»Vergangene Nacht hat die britische Regierung eine Position erreicht, bei der wir eine Lizenz erteilen können, die den Verkauf des Chelsea Football Club erlaubt«, hieß es in der Regierungsmitteilung. »Nach der Sanktionierung von Roman Abramowitsch hat die Regierung hart daran gearbeitet sicherzustellen, dass der Chelsea Football Club weiterhin Fußball spielen kann. Uns war aber immer klar, dass die langfristige Zukunft des Vereins nur unter einem neuen Eigentümer gesichert werden kann.«

Die Zukunft des Klubs war wegen der Sanktionen gegen Abramowitsch ungewiss. Die Zustimmung von Regierung und Liga war nun nötig, weil das Vermögen des russischen Oligarchen eingefroren worden war.

Hinter dem Käuferkonsortium stehen neben dem Amerikaner Boehly, der zudem Miteigentümer des Baseballteams Los Angeles Dodgers ist, auch der Schweizer Multimilliardär Hansjörg Wyss und US-Geschäftsmann Mark Walter. Der größte Anteil an dem Londoner Klub dürfte aber künftig vom US-Investor Clearlake Capital gehalten werden.

aha/dpa