Remis zwischen Chelsea und Tottenham Doppel-Rot nach Abpfiff – Tuchel und Conte geraten beim London-Derby aneinander

Das Spiel war schon dramatisch genug, doch die größte Aufregung gab es danach: Chelsea-Trainer Thomas Tuchel stritt sich mit Tottenham-Coach Antonio Conte. Es folgten zwei Platzverweise.
Thomas Tuchel schreit Antonio Conte an

Thomas Tuchel schreit Antonio Conte an

Foto: Paul Terry / dpa

Der FC Chelsea und Trainer Thomas Tuchel haben in der englischen Premier League am zweiten Spieltag den ersten Rückschlag kassiert. Durch einen späten Ausgleich von Harry Kane kamen die Blues am Sonntag in einem packenden Londoner Stadtduell nicht über ein 2:2 (1:0) gegen die Tottenham Hotspur hinaus. Nach dem Schlusspfiff kam es zu einem wüsten Zoff zwischen Tuchel und Spurs-Coach Antonio Conte.

Als sich beide die Hände gaben, ließen sie sich nicht los, schrien sich gegenseitig an und mussten voneinander getrennt werden. Das Festhalten schien von Tuchel auszugehen. Der Schiedsrichter verteilte Rote Karten für beide Trainer.

»Ich habe gedacht, dass man sich in die Augen schaut, wenn wir uns die Hände schütteln, aber er hatte eine andere Meinung«, sagte Tuchel anschließend über den Auslöser für den Tumult. Dass beide Rot sahen, sei aber »nicht notwendig« gewesen, meinte der frühere Bundesligacoach. »Aber viele Dinge waren heute nicht notwendig. Eine weitere schlechte Entscheidung des Schiedsrichters.« Schon während der Partie waren Tuchel und Conte aneinander geraten.

Der englische Nationalspieler Kane traf in der sechsten Minute der Nachspielzeit für die Spurs. Als Reece James in der 77. Minute den vermeintlichen Siegtreffer für Chelsea erzielte, sprintete und hüpfte Tuchel jubelnd die Seitenlinie entlang. Der deutsche Nationalspieler Kai Havertz hatte zwei Minuten zuvor aus fünf Metern die große Chance zum Führungstreffer vergeben. Kalidou Koulibaly (19.) traf zum 1:0 für Chelsea, der frühere Bayern-Profi Pierre Emile Højbjerg (68.) sorgte für den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich der Spurs.

Mit vier Punkten aus zwei Partien liegt Chelsea zwei Zähler hinter Meister und Tabellenführer Manchester City, der sich am Vortag 4:0 gegen den AFC Bournemouth durchgesetzt hatte. Bei den Skyblues wurde am Sonntag zudem eine Personalentscheidung bekannt gegeben: Der deutsche Nationalspieler İlkay Gündoğan, tags zuvor noch Schütze des Führungstreffers, folgt dem Brasilianer Fernandinho als Mannschaftskapitän Citys nach.

cev/dpa
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