Dramatisches Premier-League-Finale 3:2 nach 0:2 – Gündoğan schießt ManCity zum Titel

Einfach nur sein Heimspiel gewinnen – dann wäre Manchester City englischer Meister. Und dann: 0:1, 0:2 gegen Aston Villa. Konkurrent Liverpool schien dem Titel nah. Dann kam İlkay Gündoğan.
Zweifacher Torschütze für City: İlkay Gündoğan

Zweifacher Torschütze für City: İlkay Gündoğan

Foto: IMAGO/Darren Staples / IMAGO/Sportimage

Manchester City ist am letzten Spieltag der Premier-League-Saison Meister geworden. City behielt im Fernduell mit dem FC Liverpool die Oberhand, und das geschah auf packende Weise. Gegen Aston Villa lag der Titelverteidiger noch eine Viertelstunde vor Ende 0:2 zurück, City schien die sicher geglaubte Meisterschaft aus den Händen zu geben. Dann drehte die Mannschaft von Trainer Pep Guardiola auf – und die Partie. İlkay Gündoğan schoss gleich zwei Tore und ließ City damit jubeln. 3:2 (0:1) hieß es nach 90 Minuten.

Das Ergebnis des FC Liverpool, mit dem sich City ein Fernduell lieferte, spielte daher keine Rolle. Das Team von Trainer Jürgen Klopp besiegte Zuhause die Wolverhampton Wanderers 3:1 und beendet die Saison als Zweiter. Das heißt, dass Liverpool das Quadrupel verpasst: Bis zuletzt hatte das Team Chancen auf vier Titel, Ligapokal und FA Cup hatte es bereits gewonnen, am kommenden Wochenende tritt es im Endspiel der Champions League gegen Real Madrid an.

Für Man City ist es der vierte Meistertitel in fünf Jahren. Dazwischen war einmal Liverpool erfolgreich, die Reds wurden 2020 Meister.

Ex-Liverpooler Coutinho trifft gegen City

Die Hoffnung, dass Liverpool noch an City vorbeiziehen würde, ruhte auf zwei ehemaligen Liverpoolern auf Seiten Aston Villas. LFC-Legende Steven Gerrard ist dort Trainer, Ex-Angreifer Philippe Coutinho sein Spieler. Und sie schienen zu liefern. Coutinho erzielte in der 69. Minute bei einem Konter das 2:0, zuvor hatte Matty Cash Villa mit dem ersten Schuss der Gäste in Führung gebracht (37.).

Manchesters Rückstand bedeutete, dass Liverpool mit einem Sieg vorbeigezogen wäre.

Nur: Auch die Reds taten sich überraschend schwer. Ein einfacher langer Ball von Wolves-Torwart José Sa wurde brandgefährlich, weil ihn LFC-Verteidiger Ibrahima Konaté falsch berechnete und passieren ließ; kurz darauf stand es 1:0 für Wolverhampton, Torschütze: Pedro Neto (3. Minute). Statt mit einer frühen Führung Druck auf City auszuüben, musste Liverpool einem Rückstand hinterherlaufen.

Auch Liverpool zeigt Nerven – und bangt um Thiago

Ohne den angeschlagenen Abwehrchef Virgil van Dijk (saß auf der Ersatzbank) wurde die Liverpooler Abwehrkette mehrfach überlistet. Leander Dendoncker (18.) und Hwang Hee-chan (39.) vergaben Großchancen aufs zweite Wolves-Tor. Zudem verlor Klopp seinen Spielmacher Thiago, der zur Pause verletzt ausgewechselt werden musste.

Aber dank Sadio Manés Treffer in Hälfte eins (24.) sowie Toren von Mohamed Salah (84.) und Andy Robertson (89.) gewann Liverpool sein Heimspiel doch noch.

Gündoğan, der Mittelstürmer

Dass das nicht zum Titel genügte, lag an Nationalspieler Gündoğan. Während des City-Sturmlaufs in Folge des 0:2 lief der Mittelfeldspieler immer wieder in Stürmermanier vor das Tor. Das 1:2 erzielte er am zweiten Pfosten per Kopfball (76.), später staubte er aus ähnlicher Position zum 3:2 ab (81.), dazwischen war Rodri der Ausgleich gelungen (78.).

Drei Tore in fünf Minuten haben Man City den Titel eingebracht.

mon