Monatelange Sperre droht Torjäger Toney soll 232 Mal gegen Wettregeln verstoßen haben

Ivan Toney vom FC Brentford hat in dieser Saison schon zehn Tore erzielt – doch vorerst werden wohl keine weiteren dazukommen: Der englische Verband wirft ihm vor, in mehr als 200 Fällen gegen die Wettregeln verstoßen zu haben.
Ivan Toney vom FC Brentford

Ivan Toney vom FC Brentford

Foto: Tim Keeton / EPA

Ivan Toney vom FC Brentford droht eine lange Sperre: Der englische Fußball-Verband FA wirft dem Angreifer vor, in 232 Fällen gegen die Wettregeln verstoßen zu haben. Zu den Taten sei es zwischen Februar 2017 und Januar 2021 gekommen, teilte die FA mit. In dieser Zeit spielte Toney für die unterklassigen Klub Scunthorpe United, Wigan Athletic und Peterborough United sowie Brentford.

Vorgeworfen wird dem 26-Jährigen, der nicht von Nationaltrainer Gareth Soutgate für die Weltmeisterschaft in Katar nominiert wurde, unter anderem ein Bruch der FA-Regel E8. Die Regel verbietet Fußballern, auf Spiele zu wetten und Informationen für Wetten weiterzugeben. »Der Klub hat Gespräche mit Ivan und seinen Rechtsvertretern geführt. Diese Gespräche werden privat fortgesetzt«, hieß es vom Londoner Erstligisten lediglich. Toney hatte zuvor angekündigt, die FA bei der Untersuchung unterstützen zu wollen.

Nicht der erste Fall in England

Toney hatte zuletzt beim überraschenden Auswärtssieg Brentfords bei Meister Manchester City zweimal getroffen und steht nach 14 Spielen bereits bei zehn Toren. Nur Erling Haaland von Manchester City (18) und Tottenham-Star Harry Kane (zwölf) haben in dieser Saison mehr Tore geschossen als Toney.

Es wäre nicht das erste Mal, dass ein prominenter Fußballer in England wegen Verstößen gegen die Wettregeln bestraft würde. Im Dezember 2020 sperrte die FA Nationalspieler Kieran Trippier für zehn Wochen, weil er Informationen zu seinem Wechsel von Tottenham Hotspur zu Atletico Madrid weitergegeben hatte. Trainer Joey Barton musste mehrere Monate aussetzen, weil der Ex-Spieler über zehn Jahre rund 1260 Fußballwetten gesetzt hatte.

ast/dpa/AP
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