Deutliche Niederlage in Leicester Bittere Pleite für Guardiola

Noch nie in seiner Karriere lag Josep Guardiola mit einer Mannschaft so schnell 0:2 zurück. Den frühen Rückstand in Leicester konnte Manchester City nicht mehr wenden. Das Team steckt in der Krise.

Josep Guardiola
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Josep Guardiola


Manchester City droht den Anschluss an die Tabellenspitze der Premier League zu verlieren. Bei Leicester City mussten die Citizens eine 2:4 (0:3)-Niederlage hinnehmen.

Gegen eine anfangs unsortierte City-Abwehr eröffnete Englands Nationalstürmer Jamie Vardy den Torreigen in der dritten Minute. Nur wenig später erhöhte der walisische Mittelfeldspieler Andy King auf 2:0 (5. Minute). Bereits eine Viertelstunde später traf Vardy mit seinem zweiten Treffer sogar zum 3:0 (20.). Im Vorfeld hatte der Ex-Schalker Christian Fuchs Flügelstürmer Riyad Mahrez mit einem langen Ball in Szene gesetzt, die Vorlage des Algeriers verwertete Vardy problemlos.

Jubelnde Spieler von Leicester City
AFP

Jubelnde Spieler von Leicester City

In der Schlussphase gelang Vardy sogar aus spitzem Winkel noch ein dritter Treffer (79.). Bis zu seinem ersten Tor an diesem Tag hatte der Mittelstürmer, der in der Vorsaison mit 24 Ligatreffern noch maßgeblichen Anteil am Titelgewinn der Foxes hatte, 741 Minuten auf ein persönliches Erfolgserlebnis warten müssen.

In der zweiten Halbzeit forcierte City seine Angriffsbemühungen und kam noch zu zwei späten Toren. Nach einer knappen Stunde hatte Ilkay Gündogan eine aussichtsreiche Gelegenheit aus zwölf Metern knapp vergeben (58.). Ein Freistoßtor von Aleksandar Kolarov (82.) und ein Tor von Nolito (90.) ließen das Resultat am Ende etwas schmeichelhafter aussehen.

Nach dem überzeugenden Sieg von Arsenal am Nachmittag beträgt Citys Rückstand auf die Tabellenspitze nun vier Punkte. Leicester, das den ersten Ligaerfolg seit dem neunten Spieltag feiern durfte, verbesserte sich vorerst auf Platz 14.

lst



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Nonvaio01 11.12.2016
1. das war klar
City ist einfach kein gutes team, und schon garnicht fuer den fussball den Pep spielen lassen will. Dazu sind da einfach nicht die spieler.
marius_k 11.12.2016
2. @Nonvaio01
Wenn nicht die notwendigen Spieler für Guardiolas Spielphilosophie im Team sind, dann hat sich der große Meister einfach bei seinen Transfers massiv vergriffen. Er hat ja schließlich allein sechs Spieler mit einem jeweiligen Transferwert von mindestens 18 Mio (plus X) geholt. Vielleicht ist der doch nur ein guter Trainer von vielen und nicht der Trainer-Messias.
prince62 11.12.2016
3. Guardiola hat wohl nicht die Wunschspieler, die er bei Bayern hatte
Zitat von marius_kWenn nicht die notwendigen Spieler für Guardiolas Spielphilosophie im Team sind, dann hat sich der große Meister einfach bei seinen Transfers massiv vergriffen. Er hat ja schließlich allein sechs Spieler mit einem jeweiligen Transferwert von mindestens 18 Mio (plus X) geholt. Vielleicht ist der doch nur ein guter Trainer von vielen und nicht der Trainer-Messias.
Kann natürlich auch sein, daß Guardiola die Spieler, die er für sein System braucht schlicht und einfach nicht kriegen bzw. noch nicht kriegen konnte, da die Ablösesummen für unter Vertrag stehende Spitzenprofis unermeßlich wären, man schaue sich nur mal an, was alleine Bayern München für Guardiolas -Thiago, Costa, Alonso- Wunschspieler bezahlt hat und vor allem wie schnell die dann auch unter Vertrag genommen wurden, allerdings hat es bei City ja auch geheißen, das Gündogan und de Bruyne absolute Wunschspieler des neuen Trainers seien, gerade beim Belgier konnte man aber zur EM in Frankreich sehen, daß dieser nur gehobenes Mittelmaß in Europa ist, da die Leistungen wie bei Gündogan doch arg schwankend sind, mal schauen, ob der Scheich in der Wintertransferperiode den Geldhahn aufdrehen wird.
Spanier.cs 11.12.2016
4.
Mal wieder die geballte Fußballkompetenz hier am Werke. Wer auch nur ein Spiel von City gesehen hat, der weiß, dass diese Mannschaft zu den absoluten Titelfavoriten zählt. Was Pep da in so kurzer Zeit etabliert hat, ist die gleiche Spielkultur wie bei Bayern. Natürlich muss der Kader noch an einigen Stellen verbessert werden, aber City wird den Anschluss an die Spitze halten. Leicester hat gestern einfach sehr viel Glück gehabt und gegen Chelsea kann man auch mal verlieren. Selbst wenn man nicht sofort Meister wird, wird man sich für die CL qualifizieren und spätestens nächste Saison die Liga gewinnen.
carinanavis 11.12.2016
5. Verballerte Kompetenz
Zitat von Spanier.csMal wieder die geballte Fußballkompetenz hier am Werke. Wer auch nur ein Spiel von City gesehen hat, der weiß, dass diese Mannschaft zu den absoluten Titelfavoriten zählt. Was Pep da in so kurzer Zeit etabliert hat, ist die gleiche Spielkultur wie bei Bayern. Natürlich muss der Kader noch an einigen Stellen verbessert werden, aber City wird den Anschluss an die Spitze halten. Leicester hat gestern einfach sehr viel Glück gehabt und gegen Chelsea kann man auch mal verlieren. Selbst wenn man nicht sofort Meister wird, wird man sich für die CL qualifizieren und spätestens nächste Saison die Liga gewinnen.
Die vorhergehenden Beiträge haben die Situation von Guardiola und Man City recht treffend beschrieben. Mittlerweile hat das Team drei Unentschieden und drei Niederlagen in der Liga, in der Champions League gab es nur zwei Siege, im League Cup ist man im Achtelfinale ausgeschieden. Eine vergleichbar miserable Bilanz gab es beim FC Bayern mit Pep nie. In manchen englischen Medien wie Manchester Evening News wird aktuell die Frage diskutiert, ob Guardiola doch nur ein "fraud" (Hochstapler/Mogelpackung) sei. Es ist offensichtlich, dass Man City von den sechs Topteams der Premier League die schlechteste Abwehr hat. Auch die Spiele in der CL bewiesen dies, wo man außerdem Gladbach zuhause beim 1:1 offensiv nicht wirklich unter Druck setzen konnte, ähnliches sah man gegen Celtic. Man City hat einfach insgesamt keinen Kader der die Qualität von Bayern oder Barca (mit noch herausragenderen Individualisten) besitzt. Beim FCB passte Pep, weil er ein perfekt funktionierendes Team übernahm, ein Neues aufbauen kann er wohl nicht. Wenn jetzt noch das Verheizen verletzter Spieler hinzukommt, was am Ende jeder Saison den FCB entscheidend in der CL schwächte, ist der Absturz vorprogrammiert. Ihre Prophezeiungen, vor allem "wird nächste Saison die Liga gewinnen" könnten schon bald vergeblich sein, wenn Guardiola nämlich gefeuert wird.
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